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How To Loot Brazil - Eurodance Legacy

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How To Loot Brazil - Eurodance Legacy

Bandname: 
How To Loot Brazil
Titel der CD: 
Eurodance Legacy
Releasetermin: 
12.04.2012
Label: 
Eigenproduktion
URL der Label-Seite: 
http://www.howtolootbrazil.de
Kontaktieren: 
http://www.howtolootbrazil.de

Hach ja, es ist doch immer wieder schön, ein Album von HOW TO LOOT BRAZIL anzuschmeißen. Ebenso wie die Vorgänger erreicht nämlich auch „Eurodance Legacy“ sofort in den ersten Sekunden das typische HOW TO LOOT BRAZIL-Feeling, das in etwa aus einem breiten Grinsen und dem Gedanken „Was zum Teufel geht hier gerade vor?“ besteht. Nur, dass HOW TO LOOT BRAZIL den Zuhörer diesmal noch unvermittelter mit einem Sound treffen, der in etwa klingt wie die VENGABOYS auf Crack.

Nach wie vor herrscht im Hause HOW TO LOOT BRAZIL heilloses Durcheinander und letztendlich ist das auch gut so. „Eurodance Legacy“ ist ein Album, dass es so sicherlich nicht noch einmal gibt und das dem Zuhörer mit Nummern wie „Laser Jones“ immer wieder vollkommen unvorbereitet mitten ins Gesicht knallt. Dabei geht „Eurodance Legacy“ noch deutlich mehr in die Vollen als die vergangenen HOW TO LOOT BRAZIL-Veröffentlichungen und schmeißt so ziemlich alles in den Mix, was man sich vorstellen kann: Punkrock mit weiblichem Gesang trifft auf fiepsige Elektro-Einspieler alá HORSE THE BAND, die wiederum auf Indie-Rock, Rockabilly, Metal und was weiß ich was noch alles treffen - Das einzige, was nicht dabei ist, ist eine Gitarre. Im Prinzip klingen HOW TO LOOT BRAZIL anno 2012 so, als hätte man einen Riesenhaufen NES-Spiele und literweise Energydrink ins Affengehege im örtlichen Zoo geworfen.

Und obwohl „Wahnsinn“ wohl das passende Wort ist, um „Eurodance Legacy“ adäquat zu beschreiben, hat der Wahnsinn doch irgendwo Methode. Alle Songs verfolgen einen ähnlichen Stil, was insofern schade ist, als dass noch der Vorgänger „Betamarx“ gerade durch ein unglaubliches Maß an Abwechslung glänzen konnte. „Eurodance Legacy“ prügelt hingegen mit Ausnahme von „Real American Hero“ über die mit zwanzig Minuten doch etwas kurz geratene Spielzeit gnadenlos nach vorne. Dass dabei teilweise ein wenig die Melodie verloren geht, ist zwar schade, allerdings wären der Welt ansonsten wohl kleine Hits wie „Lizzy, George And Ralph“ verwehrt geblieben. Außerdem muss man dann doch klar zugeben, dass HOW TO LOOT BRAZIL nicht sie selbst wären, wenn sie sich auf jedem Album ein Stück weit neu erfinden würden und dass ihnen der etwas härtere Stil alles in allem ganz gut zu Gesicht steht.

Auch auf ihrem dritten Album führen HOW TO LOOT BRAZIL die Floskel „da weiß man, was man bekommt“ wieder vollkommen ad absurdum, allerdings sollte die Band bei meinen Reviews („Eurodance Legacy“ ist schon das dritte HOW TO LOOT BRAZIL-Release, das ich besprechen darf) inzwischen wissen, was sie bekommt, nämlich knackige 7 Lumpis.

Bewertung

(Bewertung: 7 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 10 (2 Bewertungen)

Weitere Infos zu

Kommentare

Bild des Benutzers Werner
Kleine Zusatzinfo: Das Album gibt es zum kostenlosen Download auf der Homepage der Band (howtolootbrazil.de)

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