Parkway Drive - Deep Blue
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Parkway Drive - Deep Blue
Die Erwartungshaltung bei einem neuen Album von PARKWAY DRIVE ist auf der einen Seite extrem hoch, auf der anderen Seite aber auch extrem niedrig, denn eigentlich erwartet man von dieser Band auch weiterhin nur technisch perfekten und brachialen Metalcore mit ordentlichen Breakdowns und hohem Moshfaktor. Was bei anderen Bands in diesem Genre gerne belächelt wird, wird bei den Australiern zum Aushängeschild und Markenzeichen. Fette Gitarren, fieses Gegrowle und Gekeife und eine Double-Bass-Attacke nach der anderen. Warum sind "Deep Blue" und die Vorgänger also etwas Besonderes im Vergleich zu den Veröffentlichungen der Genrekollegen?
Nun, diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. PARKWAY DRIVE beherschen ihre Instrumente und damit fliegen schonmal fünfzig Prozent der Konkurrenten aus dem Rennen, was aber für die Australier noch lange nicht reicht, um die Pole Position zu erobern. Als zweiten Punkt könnte man die Kompromisslosigkeit, mit der die Band zu Werke geht, ins Rennen schicken: PARKWAY DRIVE verzichten wie auch schon auf dem Vorgänger komplett auf Cleangesang, was ebenfalls als Pluspunkt gewertet werden kann. Doch der eigentlich ausschlagebende Punkt, der für diese Band spricht, ist der Ideenreichtum, den PARKWAY DRIVE in ihren Songsstrukturen entwickeln. Im Gegensatz zur Konkurrenz werden die Songs nicht langweilig oder leiden bereits nach kurzer Zeit unter Abnutzungserscheinungen. Immer wieder werden die Moshparts durch Gitarrenspielereien aufgelockert, die gängigen Strukturen des Metalcore durchbrochen. In diesem Kontext müssen sicherlich die Arbeiten von Luke Kilpatrick und Jeff Ling an den Gitarren und Ben Gordon am Schlagzeug gewürdigt werden. Gordon beschreitet zwar mit Double-Bass und schleppenden Parts bewaffnet den gängigen Weg des Metalcore, verfügt dabei aber genau wie die Gitarrenfraktion über genügend Abwechslung und Variationsreichtum.
"Deep Blue" ist für die Metalcore-Gemeinde sicherlich wieder eine kleine Offenbarung, nachdem der Vorgänger "Horizons" nicht so gut aufgenommen wurde. Das einzige, was diesem Album wirklich fehlt, sind ein oder zwei Hits, die aus dem Gesamtkontext der insgesamt 13 Songs hervorstechen. Ansonsten gibt es hier aber wirklich nichts zu meckern, denn einen Ausfall sucht man auf "Deep Blue" ebenfalls vergeblich.
Tracklist
01. Samsara
02. Unrest
03. Sleepwalker
04. Wreckage
05. Dead Weight
06. Alone
07. Pressures
08. Deliver Me
09. Karma
10. Home is For the Heartless
11. Hollow
12. Leviathan I
13. Set To Destroy
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Kommentare
Alter, die Scheibe ist sowas von fett!!! Album des Jahres!!!!!!!!!!!!!!!
Dieses Album ist so übelst geil !!! Hoffe die neue Platte ist mindestens genauso gut, dieses Album hat den eh schon genialen Vorgänger total übertroffen :D