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BASH: Weltschmerz? Scheiße!

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BASH: Weltschmerz? Scheiße!

Mit ihrer neuen CD "Cheers & Beers" haben BASH aus Krefeld ein erfrischend melodisches Oi!-Punk Album am Start. Grund genug für das IN-YOUR-FACE, mit Sänger Frank über den Spagat zwischen Fun Punk und Gesellschaftskritik zu sprechen.  

IYF: "Saufen, saufen, weil alles scheiße ist...", so der Text eines Songs Eurer neuen CD. Habt Ihr sonst noch eine Philosophie?
Frank: Das ist pure Ironie. Man darf nicht alles so hundert prozentig ernst nehmen, was wir von uns geben. Aber immer nur Weltschmerz? Scheiße! Wer will schon gerne deprimiert werden, wenn er Musik hört?
IYF: Seid Ihr nicht zu alt für solche Eskapaden?
Frank: Damit wir uns nicht missverstehen: Es ist uns keineswegs alles scheißegal. Wir sind eine Punkband. Damit ist klar auf welcher Seite wir stehen.
IYF: Was ist mit der "anderen Seite"? Einer Eurer Songs heisst "Sterben müssen wir" und befasst sich mit dem Tod als natürlichem Teil des Lebens. Habt Ihr keine Angst vor dem Tag, an dem Ihr nicht mehr aufwacht?
Frank: Wer hat keine Angst vor dem Tod? Der Text soll aussagen, dass man sein Leben so gut es geht genießen sollte. Die Idee dazu entstand durch den Film Forrest Gump.
IYF: Forrest Gump hatte es nicht leicht. Euch geht's ähnlich. Das Stück "I Said To The Boys" behandelt das Schicksal einer Punkband: Keine Kohle für den Gig, kaum Leute da... Wie sieht Eurer Meinung nach die Szene heutzutage aus? Kann man da überhaupt noch von Szene sprechen?
Frank: Natürlich kann man von einer Szene sprechen! In dem Song geht es ausschließlich um uns selbst. Es ist halt auch schon vorgekommen, dass wir einen ganzen Tag unterwegs waren und dann für fünf Leute gespielt haben und dafür nicht mal Sprittgeld bekommen haben. Aber trotzdem gibt es uns noch.
IYF: Es gibt Euch sogar schon ganze elf Jahre!
Frank: Das stimmt. Mittlerweile sind wir im Schnitt 32,25 Jahre alt. Allerdings sind nur noch zwei Leute aus der Anfangszeit dabei.
IYF: In den Credits grüßt Ihr das Arbeitsamt Köln. Hat das etwas besonderes auf sich?
Frank: Papperlapapp! Der Gruß kommt von unserem Gitarristen Claus. Er hat mal eine Weile, sozusagen als Kunde, mit dem Arbeitsamt Köln zu tun gehabt und die haarsträubensten Geschichten erlebt. Das ist der einzige Grund. Das soll nur ein Joke sein, weiter nichts.
IYF: Euer Song "Selig" befasst sich mit Geschichten aus dem Alltags. Im Refrain sprecht Ihr die "Ausgegrenzten und an die Wand gedrückten" selig. Seht Ihr - angesichts dieses Songs - auch einen moralischen Auftrag für BASH?
Frank: Das ist keinesfalls irgend ein Auftrag! Es ist wie ein Zine letztens sehr passend geschrieben hat, so was wie eine Bergpredigt. Aber wir wollen damit nicht irgendwas bezwecken. Komischerweise kommt dieses Stück ziemlich gut an. Damit haben wir auch nicht wirklich gerechnet. Aber Wunder gibt es immer wieder.
IYF: Wie zum Beispiel Eure "Cheers & Beers" CD?
Frank: Zugegeben, das letzte Album "Erwischt und bestraft" liegt schon einige Zeit zurück. Wir hoffen aber, dass wir im nächsten Jahr eine weitere Platte machen können und nicht wieder sechs Jahre vergehen.
IYF: Viel Erfolg dabei und danke für dieses Gespräch.

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