In-Your-Face.de

Biohazard: "Wir arbeiten schon an neuem Material"

Sie sind hier

Biohazard: "Wir arbeiten schon an neuem Material"

Kurz vor dem ersten Gig in Deutschland anlässlich der "20th Anniversary Tour " der wiedervereinigten 90er Jahre Götter BIOHAZARD in Bochum war noch etwas Zeit, sich mit dem Auslöser der Reunion, Gittarist Bobby Hambel, etwas genauer zu unterhalten.

IYF: Hi Bobby, schön Dich wieder zu sehen. Was waren die Gründe für die Reunion-Tour?

Bobby Hambel (BH): Wir haben uns eine Zeit lang nicht gesehen und sind dann durch Zufall wieder aufeinander getroffen und haben darüber geflachst,  ob es in der heutigen Zeit Sinn machen würde, wieder mit BIOHAZARD an den Start zu gehen. Wir hatten den Gedanken noch nicht ausgereift, schon kamen die ersten Promoter und haben angefragt und dann war die Sache klar. In diesem Zuge kam es auch, dass wir im Sommer einige spezielle Shows, u.a. das With Full Force, in Deutschland spielten.

IYF: Wie läuft es denn, wenn man als Band das letzte Mal vor 12  Jahren zusammen auf der Bühne stand?

BH: Du wirst es nicht glauben, aber wir haben nicht einmal geprobt, sondern haben sofort mit Konzerten angefangen und es hat sofort "Klick" gemacht ... So ein Gefühl hatten wir alle lang nicht mehr und es hat alle einfach umgehauten!

IYF: Wie läuft denn die Tour bis jetzt?

BH: Einfach super, bevor wir in Europa angekommen sind, haben wir als Supportact für Korn einige Konzerte in Australien gespielt und viele australische Magazine haben danach gesagt, dass wir eigentlich die Headliner am Abend waren. Das kann ich natürlich schwer beurteilen, aber es war super, mal wieder vor vielen Menschen zu spielen, die einen richtig abfeiern.

IYF: Wenn ich mir euren Europatouplan ansehe, fällt auf, dass gerade hier in Deutschland viele Konzerte stattfinden. In der Vergangenheit habt ihr auch schon viele B-Seiten mit Livetracks aus Deutschalnd rausgebracht und auch ein Album hier aufgenommen. Was verbindet euch mit Deutschland?

BH: Deutschland war und ist für uns immer schon ein ganz besonderer Ort in Europa gewesen, das begann zu Anfang der 90er Jahre, als wir für Kreator den Support machten. Mit einer deutschen Band auf Tour zu gehen und dann noch bei den Metalfans so viel Erfolg zu haben, hat uns damals schwer beeindruckt und war sicherlich die Grundsteinlegung für die immer noch sehr starke Fanbase, die wir hierzulande bei euch haben.  Außerdem sind die Leute hier nicht so vergesslich wie in Amerika!

IYF: Vergesslich?

BH: Damit meine ich, dass das Musikleben, v.a. in Amerika eine sehr kurzlebige Sache ist. Da gibt es so viele Bands, so viele Magazine und auch so viel Bullshit, dass man da ganz schnell aus den Augen verloren wird. Hier in Europa und v.a. in Deutschland hat es aber immer eine große Sympathie für BIOHAZARD gegeben und das ist der Hauptgrund für uns, immer wieder zurück zu kehren und dabei den Leuten, die uns immer die Stange gehalten haben, immer wieder etwas zurück zu geben.  

IYF: Ihr habt mich, viele andere Leute und auch Bands vor allem in den 90er Jahren mit Alben wie "Urban Discipline" oder  "State Of A Worlds Adress" maßgeblich beeinflusst und auch beeindruckt. Wie sieht es denn zur Zeit auf der Tour aus? Sind da mehr die etwas älteren "Old-Schooler" oder auch jüngere Zuschauer, die sich einen Eindruck von euch machen wollen?

BH: Da habe ich gerade noch eine Situation von gestern Abend beim Auftritt in Paris vor Augen, wo mir ein schwer tätowierter Die-hard-Biohazard-Fan seine beiden Tattos der BIOHAZARD-Logos zeigte und gleichzeitig ein jüngerer Bursche mit mir ein Foto machen wollte, da er von einem ersten BIOHAZARD-Gig schwer beeindruckt war. Auch in Australien gab es viele junge Leute, die besonders bei uns abgegangen sind.

IYF: Wenn es so gut läuft, kann man dann schon von einer dauerhaften BIOHAZARD-Reunion sprechen?

BH: Klar, wir arbeiten auch schon auf der Tour an neuem Material!

IYF: Eine letzte Abschlussfrage mit zwei Unterpunkten: a) Welchen Song spielst du live am liebsten? und b) was hörst du gerade auf deinem ipod?

BH: a) Also ich habe eigentlich gar keinen Lieblingssong, eher sind es Momente, die ich bei einigen Songs schätze. Auf dieser Tour allerdings ist es etwas anders, wir spielen hier jeden Abend den Song "5 Blocks To The Subway" in Erinnerung an meinen Vater, der ja die Texte für dieses Lied als eines seiner Gedichte schrieb und vor 6 Wochen verstarb.  b) Diesen ganzen mp3-Kram find ich nicht so gut, ich bin eher Vinyl-Fan, aber auf Tour ist sowas natürlich schlecht zu handeln. Also ich hör eigentlich alles, vor allem Musik von Bands, wo ich die Leute kenne. Eben hab ich noch CHIMAIRA gehört, das sind gute Kumpels von mir. Ansonsten stehe ich auch auf Zeugs der 60er und 70er Jahre, so haben wir gestern noch bei LED ZEPPLIN ordentlich abgefeiert!

IYF: Ok Bobby, dass mit deinem Vater tut mir natürlich sehr leid, aber an dieser Stelle bedanke ich mich für das Interview!

Kommentare

Shop

Das neue IYF-Merch - jetzt vorbestellen

Wer ist online?

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 520 Gäste online.