TESSERACT: "Wenn wir die Wahl hätten, würden wir alles nochmal aufnehmen"
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TESSERACT: "Wenn wir die Wahl hätten, würden wir alles nochmal aufnehmen"
Am 18. März haben die englischen Progressive-Metaller von TESSERACT ihr Debütalbum via Century Media Records veröffentlicht. Die Band, die eigentlich als Soloprojekt von Gitarrist Acle Kahney gegründet wurde, besteht aus fünf Mitgliedern, die sich dem vertrackten und konstruierten Modern-Metal verschrieben haben. Ihre Songs sind nicht immer ganz leicht zu konsumieren, gehören aber sicherlich zu den anspruchsvolleren Vertretern ihrer Musikrichtung.
TESSERACT hatten das große Glück, ihr Debütalbum via Century Media veröffentlichen zu können. Passend zum Release konnten wir uns mit Drummer Jay Postones über die Band und ihr erstes Album unterhalten.
IYF: Hallo Jay! Was kannst du uns über eure Band erzählen?
Jay: Hey! Wir sind eine fünfköpfige Progressive Metal-Band, die 2003 im Schlafzimmer von unserem Gitarristen Acle Kahney entstanden ist. Das aktuelle Line-Up besteht konstant seit 2009 und seitdem sind die Dinge für uns einfach unglaublich verlaufen.
IYF: Du sprichst bestimmt auch von eurem Deal bei Century Media - wie fühlt es sich an, ein Debütalbum auf einem so bekannten Label zu veröffentlichen?
Jay: In einem Wort: "Unglaublich". Für uns ist ein Traum wahr geworden - wir sind alle stolz darauf, ein Album zu veröffentlichen und dann auch noch bei einem so unglaublichen Label. Century Media sind so unglaublich cool zu uns - wir diskutieren Ideen untereinander und mit dem Label und sie haben fast immer richtig kreative und innovative Ideen, über die wir dann nachdenken können. Ich denke, wir sehen alle einer großartigen Zukunft mit Century Media entgegen.
IYF: Seid ihr mit dem Album zufrieden oder gibt es etwas, bei dem ihr denkt, "das hätten wir besser machen können"?
Jay: Haha, wenn wir die Wahl hätten, würden wir ins Studio zurück gehen und alles nochmal aufnehmen. Aber das liegt nur daran, dass wir die Songs mittlerweile um Längen besser spielen, als bei den Aufnahmen. Das passiert halt, wenn man mit ein paar Songs auf Tour geht - am Ende änderst du hier und da ein paar Parts und du verstehst die Songs irgendwann einfach viel besser. Trotzdem sind wir natürlich sehr glücklich mit dem Album.
Wir hatten das große Glück, eine DVD zum Album produzieren zu können. Die zeigt wirklich einen Schnappschuss von dem, was TESSERACT zur Zeit ist. So spielen wir - kein Schnick-Schnack, keine Studio-Trickserei - einfach nur eine Band im Studio mit unglaublich vielen Mikrofonen und komplett live. Das ist unglaublich!
IYF: Was kannst du uns zu den Lyrics erzählen? Wie wichtig sind die Texte bei euch für die Musik?
Jay: Die Texte sind extrem wichtig. Dan schreibt über tiefe Gefühle und manchmal sehr düstere Themen. Dinge, die ihn persönlich berühren und mit denen er im Leben konfrontiert worden ist. "Nascent" handelt zum Beispiel davon, was im Kopf eines Killers vorgeht - das sieht man auch im Video - wirklich schräg und durcheinander!
Dan ist außerdem extrem gut darin, jedes Wort klar und deutlich zu artikulieren. Etwas, was mich wirklich wurmt und was dir sicherlich ähnlich geht, ist, wenn du dir eine Band anhörst und absolut keinen Plan hast, was der Sänger da singt.
IYF: Was kannst du uns über eure musikalischen Einflüsse erzählen? Offensichtlich gibt es eine Menge verschiedener Einflüsse auf dem Album ...
Jay: Wir hören alle sehr unterschiedliche Musikrichtungen und ich denke, es ist in Ordnung, wenn ich sage, dass wir nur eine handvoll Bands haben, die wir alle mögen. Unsere Einflüsse reichen von Bands wie Pink Floyd und The Doors über Jeff Buckley bis hin zu Led Zeppelin. Dann sind da wiederum Bands wie Meshuggah und Textures, die wir alle sehr mögen. Einige von uns stehen auch auf Electro und Dance-Stoff. Es ist wirklich bunt gemischt.
IYF: Es gibt Leute, die bezeichnen eure Musik als "Tech-Metal". Kannst du uns einen kleinen Einblick geben, wie die Songs bei euch entstehen?
Jay: Acle ist der Hauptsongwriter in der Band. Er kommt mit musikalischen Ideen, die er uns als Aufnahmen gibt, um sie zu lernen und zu jammen. Es ist ein wirklich langer Prozess von den ersten Gehversuchen bis zum fertigen Song, den wir live spielen. Es ist sehr viel Arbeit, bis ein Song "live-tauglich" ist.
Acle hat zu Hause sein eigenes Studio (4D Sounds), in dem er neue Ideen entwickelt und aufnimmt. Das komplette ältere Material ist einfach nur Acle und sein Computer - keine Band.
Zur Bezeichnung "Tech-Metal": Ich glaube, die Songs sind relativ technisch, aber wir sind trotzdem keine richtige Tech-Metal Band. Wir mögen Songs, die grooven und Gefühl haben. Auch, wenn unsere Songs musikalisch komplex sind, sollte man immer noch dazu springen können, oder zumindest wissen, wann man mit dem Kopf nicken kann, wenn du eher der Typ bist, der lieber still auf einem Konzert steht.
IYF: Wann habt ihr denn vor, nach Deutschland zu kommen, um uns auch einen Eindruck von euren Live-Qualitäten zu vermitteln?
Jay: Es gibt Tourpläne für England und Europa, wenn wir von unserer Tour durch die Staaten wiederkommen, aber ich habe im Moment keine genaueren Infos. Wir wollen definitiv wieder nach Deutschland kommen. Wir haben bei euch letztes Jahr während einer Europa-Tour gespielt und es war großartig.
IYF: Wie sehen denn eure Pläne für die nähere Zukunft aus?
Jay: Wir werden jetzt erstmal mit PROTEST THE HERO für zwei Monate in den Staaten auf Tour gehen. Ehrlich gesagt ist es eine ganz schön große Tour für uns. Zwei Monate schlechtes Essen und Motels! Wir werden auch einige exklusive Akustik-Shows spielen - dazu bald mehr! Anschließend kommt die Europatour und am Ende des Jahres hoffen wir, wieder in den Staaten spielen zu können.
IYF: Ok, dann herzlich Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Irgendwelche letzten Worte?
Jay: Hört euch unser Album an! In Deutschland erscheint es am 18. März. Vielen Dank und wir sehen uns hoffentlich bei einer der Shows.
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