AGAINST ME! - 24.07.2012 - Berlin, kleiner Postbahnhof
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AGAINST ME! - 24.07.2012 - Berlin, kleiner Postbahnhof
Eines vorweg: auch wenn Tom Gabel neuerdings als Laura Jane Grace wahrgenommen werden möchte und mal wieder frische Transgender-Aspekte in den Punkrock bringt, so besitzt diese Frau immer noch mehr verdammte Eier als viele ihrer Musikerkollegen!! Was man da am hochsommerlichen Dienstagabend in Berlin bestaunen durfte, dürfte selbst für eingefleischte AGAINST ME!-Fans eine der explosivsten Liveshows in der Bandgeschichte gewesen sein!
Man hat den Gainesville-Vierer ja seit den ersten Auftritten und dem Debüt „Reinventing Axl Rose“ 2002 aufgrund einer saustarken Live-Präsenz tiefstens ins Herz geschlossen. Selbst der mit den Jahren einzughaltende glattere Rocksound und der Umzug in größere Clubs taten der allgemeinen Sympathie keinen Abbruch. Ähnlich wie ihre guten Homies HOT WATER MUSIC können AGAINST ME! irgendwie nix falsch machen. Jede Veröffentlichung toll, jede Liveshow ein Knaller! Wenn sich dann aber selbst jahrealte Oberfans der Band fassungslos angucken, kleine Freudentränen in den Augen haben und Kinnladen kollektiv runterklappen, dann war an diesem Auftritt doch etwas noch besonderer als sonst schon besonders.
Und diese Besonderheit hat einen Namen: Laura Jane fuckin`Grace!! Die Frontfrau nutzte die gut 80 Minuten, um einfach mal vor unseren Gesichtern ZU EXPLODIEREN!! Als wolle sie sich die ganze Anspannung ihres Coming-outs vom April von der Seele spielen, mutierte sie mit einem breiten Lächeln von der Rock-Raupe in einen Atomenergie-Phönix, der fast im Alleingang die rund 400 Zuschauer an die Wand blies. Da war es zudem von Vorteil, dass man die Show trotz kompletten Ausverkauf im kleinen, familiären Postbahnhof steigen lies. Flankiert von ihren drei, ihr breites Grinsen teilenden Musikerfreunden (inklusive dem Sohn des Bruce Springsteen-E-Street-Band-Trommlers an den Drums!) kam diese Show gefährlich nahe an das Konzert des Jahres ran.
In der Setlist gab es sogar eine kleine Überraschung: neben den wieder aus allen Schaffensphasen zusammen gemixten Publikums-Favoriten und auch 3 tollen neuen Songs vom kommenden Album brillierte auch „The Ocean“ aus 2007, den die Band hierzulande das erste Mal zum Besten gab. Darin geht es, wie sollte es anders sein, um Laura Janes Transsexualität, lange bevor das überhaupt ein öffentliches Thema wurde ...
Foto: Timo Winter / Serengeti Festival 2012
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Kommentare
Schöner Bericht. Habe auch das Gefühl, dass sie seit dem coming out nochmal einiges an Power draufgepackt haben. The Ocean haben sie allerdings auch schon letztes Jahr in Hamburg gespielt und nach dem Hot Water Music Interview im letzten Fuze sind die beiden Bands wohl alles andere als Homies
Ich haett gern mehr Bilder von Ihm/Ihr gesehen,um zu schaue, ob Er/Sie es sich jetzt schon die Titten hat machen lassen.
stand denn im Fuze?
Irgendwas mit "langweilig", "undemokratisch" und dass keiner aus der Band mit George Rebelo tauschen wollte, als der bei Against Me! aushalf
achso hm okay, danke