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CRAZY ARM - 04.05.2012 - Bremen, G18

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CRAZY ARM - 04.05.2012 - Bremen, G18

Es ist erst nicht einmal eine Woche her, da standen die ersten Festivals der Saison auf dem Programm. Mit dem MONSTER BASH in Berlin ging es los und einen Tag später stand die Rock'n'Roll-Butterfahrt in Helgoland auf dem Plan.

An dem heutigen Freitag sollte das nächste Konzert in einem wesentlich kleineren Rahmen über die Bühne gehen. Wie so oft bei Veranstaltungen im G18, war weder auf der Homepage der Band noch auf der Seite des Labels von diesem Konzert etwas zu finden. Durch einen Flyer bin ich allerdings auf diese "Last Minute Show" aufmerksam geworden und so stand dem Konzert nichts mehr im Weg.

Gegen 22 Uhr legten NITROUS OXIDE WRESTLING CLUB aus Bremen vor knapp 50 Zuschauern mit ihrem schnellen – etwas schrägen – 80s Punkrock / Hardcore los. Ich hatte das Trio schon einige Male gesehen, aber so richtig überzeugen konnten sie mich auch an diesem Abend nicht.

Der Hauptact des Tages war in der letzten Zeit schon das ein oder andere Mal im Vorprogramm von AGAINST ME! oder FRANK TURNER in Deutschland zu sehen. In der Hansestadt traten sie zuletzt vor gut zwei Jahren auf. Die politisch engagierten CRAZY ARM aus Plymouth in der UK passen mit ihren Ansichten und Einstellungen perfekt in den Rahmen dieses kleinen Ladens. Das politische Engagement der Band reicht vom Einsatz für Menschenrechte und Tierschutz bis hin zum fairen Handel. Daher ist es kein Wunder, dass sich die Texte der Briten mit Themen wie sozialer Ungerechtigkeit, Globalisierung und Diskriminierung beschäftigen. Ihr Sound vereint mehrere Musikstile wie Country, Folk oder Punkrock, der gekonnt  kombiniert wird. Diese gelungene Mischung kommt gerade live überzeugend rüber und selbst die ruhigeren Songs beinhalten genügend spannende Momente, denn von einem auf den anderen Augenblick wird das Gaspedal wieder mächtig durchgetreten. An diesem Abend lag der Schwerpunkt eindeutig auf den eher druckvollen und vor allem abwechslungsreichen Punkrock-Nummern, bei denen der Country-Einfluß nur am Rande zum tragen kommt. Gerade Songs wie "Still To Keep" vom ersten Album "Born To Ruin" haben das Potential zum Hit. Während des gut 50-minütigen Auftritts haben CRAZY ARM eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es möglich ist, verschiedene Musikstile gekonnt zu kombinieren. Selbst dass die Band laut eigener Aussage schwer angeschlagen war von dem Konzert einen Abend zuvor in Holland, merkte man der Spielfreude des Quartetts nicht an. Was ich allerdings wohl nie verstehen werde ist, warum solche Konzerte nicht etwas früher anfangen, wenn klar ist, dass um Punkt 24 Uhr Schluss sein muss. Ansonsten wäre der Auftritt wahrscheinlich länger ausgefallen.

Dennoch hat es sich gelohnt, CRAZY ARM in diesem kleinen Rahmen zu sehen, denn es könnte sein, dass die Jungs bald den Weg von AGAINST ME! oder THE GASLIGHT ANTHEM einschlagen und sich der Bekanntheitsgrad rasch vergrößern wird. In England hält die Musikpresse jedenfalls bereits jetzt schon große Stücke auf die Jungs aus Plymouth.

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Kommentare

Bild des Benutzers jensen

War wirklich 'ne gute Show, mir haben auch NOWC deutlich besser gefallen als bei einer früheren Sichtung. Mir hat die Länge des CA-Auftritts übrigens völlig gereicht. Hätten sie länger gespielt, wären mir Hitze und Lautstärke in der kleinen G18 doch etwas zu sehr auf den Keks gegangen.

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