THRICE - 18.02.2004 - HH, Logo
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THRICE - 18.02.2004 - HH, Logo
Die amerikanischen VAUX, für die eigentlich eingeplanten COHEED and CAMBRIA im Vorprogramm der heiß ersehnten THRICE eingesprangen, sind nicht unbedingt das, was man einen blinden Nachahmer der derzeitigen Welle des Mix aus emotionalen Gesang nennt und wütenden Gitarren nennen würde. Auf der neuen Platte zeigen sie sich energetisch und komplex. Doch live mühen sich die sechs jungen Recken ein wenig zwanghaft, ein Publikum für sich zu begeistern, das sowieso nur für die Hauptband da zu sein scheint. Tragisch. Die Jungs scheinen einfach keinen guten Tag erwischt zu haben. Weder VAUX fanden den Weg zum Publikum noch umgekehrt.
THRICE waren so frei und haben das Publikum im ausverkauften Logo warten lassen. Die Menge durfte schwitzen und sich drängen. Als dann THRICE mit einem Song vom aktuellen Album, "The Artist In The Ambulance" loslegten, war alle Plage vergessen. Der Sound war knallig, der Gesang schön klar. Die Gitarren wurden mit dem dritten Lied zum Glück gerettet. Da kann nichts mehr schief gehen. Und erst recht bei THRICE.
Neben den Hits des aktuellen Major-Debüts brachten THRICE immer wieder Songs der ersten beiden Alben. Und Überraschung: Obwohl es erste die zweite Tour und die erste Headliner-Tour für THRICE war und die beiden Platten, "Identity Crisis" & "The Illusion Of Safety" hier recht schwer zu kriegen sind, gingen im Pit die Fäuste hoch. Die Songs - in der gewohnt & geliebten Mischung aus 80er Jahre Metal, Hardcore und Emo - waren bekannt und wurden mitgesungen. Es wurde genossen, mitgelitten, während sich Sänger Teppei Teranshi am Mikrofon und Gitarre verausgabte. Beim Song "The Artist In The Ambulance" fand der Abend wohl den Höhepunkt unter vielen. Die nächsten drei Minuten gingen wie kaltes Wasser den Rücken runter. Ein mutigen Ausblick zeigte der letzte Song des Abends. Das gut vier minütige Stück verriet, worauf sich THRICE nach ihrer Heimkehr stürzen werden: auf Songs, die mehr denn je viele Höhepunkte, grundverschiedene Parts und massig Melodie & Emotion haben. Das waren 300 Kilometer, die sich gelohnt haben.
Text: Cost & Ralf.
Fotos: Thrice.
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