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Mike LePond’s Silent Assassins - Mike LePond’s Silent Assassins

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Mike LePond’s Silent Assassins - Mike LePond’s Silent Assassins

Bandname: 
Mike LePond’s Silent Assassins
Titel der CD: 
Mike LePond’s Silent Assassins
Releasetermin: 
26. September 2014

Immer dann, wenn der Seitenzupfer einer großen Band ein Soloalbum herausbringt, ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste – zu oft nämlich steht der Viersaiter zu Recht hinten auf der Bühne – kaum einer merkt es, wenn er da ist, kaum einer merkt es, wenn er weg ist. Und wenn besagter Viersaiter sich dann berufen fühlt, seine Ergüsse – die (Achtung: Annahme) in der Hauptband keinen Anklang gefunden haben – als Soloalbum unters Volk zu bringen … Na ja, daran ist ja auch der große Stevie H. schon kommerziell gescheitert.

Hier haben wir nun also das Machwerk von Mike Lepond, seines Zeichens Bassmann bei Symphony X und er gilt als einer der Besten seines Fachs. Nachdem bei seiner Hauptband das letzte reguläre Lebenszeichen die Veröffentlichung von "Iconoclast" war und seitdem nicht viel mehr als Wasserstandsmeldungen zu einem neuen Album zu vermelden waren, hat Mike nun die Gunst der Stunde genutzt und wirft seine Ergüsse in den Ring – um es mal vorweg zu nehmen, der Song „Oath and Honor“ ist ein fetter Punch in die Magengrube solcher Bands wie Majesty, Sabaton etc.. Hier wird aufgezeigt, dass Power Metal immer noch seine Berechtigung hat und niemals – weder musikalisch noch textlich – peinlich sein muss.

Doch zurück zum Anfang und der Frage, was uns erwartet … Ja, so genau kann ich das nicht beantworten. Vielleicht trifft am ehesten: Power Metal vermischt mit ein wenig Thrash, dazu mit dem Sänger Alan Tecchio (früher bei den Us Metallern Hades unterwegs) ein Shouter, der stark an Phil Rind von Sacred Reich erinnert, ein bisschen orientalische Klänge dazu und abgerundet wird das alles mit Breaks und neuen Harmonien, die, kaum hat man sich gewöhnt, schon wieder gewechselt werden. So wirkt das Album  beim ersten Hören sperrig, aber nicht abweisend. Bei den nachfolgenden Durchläufen kristallieren sich drei Übersongs raus: Besagter „Oath and Honor“, „The Quest“ und „Silent Assasins“. Der Song „Masada“, keineswegs schlechter, aber vorhersehbarer, vertritt auf diesem Album die Rubrik der Ichhaltmeinfeuerzeugindiehöhesongs.

Wir bekommen hier einen Blumenstrauß verschiedenster Ideen und Songfragmente, die zusammengefasst ein überaus abwechslungsreiches Album ausmachen, aus dem so manches Label heute die Karrieren von mindestens drei Bands angeschoben und den zahlungswilligen Metaller gemolken hätte. Das Album läuft bei mir auf heavy rotation – streckenweise bin ich immer noch überrascht.

Um abschließend den wortgewandten Heinz Erhardt zu zitieren: Mal spielt er Bass, mal spielt er besser. Mike spielt besser, saugut!

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Image of Mike Lepond's Silent Assasins
Label Udr (Warner)
Part Number 825646222605
Preis EUR 15,49

Bewertung

(Bewertung: 9 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 10 (2 Bewertungen)

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