36 Crazyfists - Collisions And Castaways
36 Crazyfists
Mit einer gerade angeschlagenen Saite einer Akustikgitarre beginnt das neue, sehnlichst erwartete Album der US-Amerikaner 36 CRAZYFISTS, ziemlich melodisch. Schnell gesellt sich dann die bekannte und beliebte elektrische Variante des Zupfinstruments hinzu, so dass der Opener "In The Midnights" nach ca. 2 Minuten zu einem richtigen Metalcore-Orkan mutiert. Im weiteren Verlauf des Songs erkennt man schnell, dass sich die Musiker an ihrem Vorgängeralbum "The Tide and It's Takers" orientieren, denn von den Strukturen könnte er ohne Probleme auf dieses Album passen. Besonders positiv herauszustellen und auch eines der markanten Erkennungsmerkmale der Band ist sicherlich das ausgesprochen passende Organ eines Brock Lindow, der vor allem bei den cleanen Vocals punktet. Diese Leistung sollte als Lehrbuchbeispiel für zukünftige und aktuelle Metalcorebands dienen, um das wiederholte Auftreten schlechter Beispiele zu minimieren.
Der zweite Track "Whitewater" zeigt dann auch, was neu an "Collisions And Castaways" ist: Die Härte, mit denen die Band aus Alaska zur Sache geht. Mit einer derartigen Geschwindigkeit, mit so viel Doublebass und solch heftigen Schreiattacken (z.T. wähnt man sich auf Alben bekannter Screamobands) wurde noch nie im Hause 36 CRAZYFISTS gearbeitet. Allerdings schaffen sie es immer wieder, ungläubig-Kinnlade-runterhängende Rhythmuswechsel zu integrieren, die, meistens jedenfalls, durch geile Melodien geprägt sind. Neben dem oben angesprochenen Track fasziniert in diesem Sinne vor allem das über 5-minütige "Anchors".
Neben der ausgelebten Härte präsentieren sich 36 CRAZYFISTS auf zwei Tracks auch gewohnt melodisch. In der Mitte des Albums sorgt der Akustiktrack "Long Road To The Late Nights" für etwas Abwechslung und dient den beanspruchten Ohren etwas als Entspannung. Auf der Ballade "Carving In Spirals" lebt das Trio dann seine Alternativ-Ader aus und zeigt, dass auch komplett ruhige Stücke bestens zu harten Metalcorealben passen, ist er doch einer der Highlights.
Summa summarum ein sowohl hartes, als auch melodisches Metalcorealbum, welches 11 hervorragend arrangierte und abwechslungsreich dargebotene Metalcorestücke präsentiert und dafür sorgt, dass das oft totgesagte Genre mehr als lebendig ist!

















Kommentare
hey mein freund, schönes review, werde mir die scheibe mal in ruhe anhören. ich fand den vorgänger überragend, schauen wir mal, ob das neue album da mitkommt...
@gast: ich find sie fast genau so geil wie den Vorgänger....und Danke fürs Lob!
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