Amaseffer - Slaves For Life
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Amaseffer - Slaves For Life
Endlich mal etwas neuer Wind im Rock und Metalzirkus. AMASEFFER kommen aus Israel und hauchen mit "Slaves For Life" neuen Wind in die Segel aller Geschichts/Sagen-Textkonzepte. Ist dies doch ein Konzeptalbum, das vom Auszug der Israeliten aus Ägypten auf Basis des Alten Testaments handelt. Sollte der biblische Hintergrund den Einen oder Anderen abschrecken, sei gesagt, dass dies nichts anderes ist, als wenn eine skandinavische Band die Edda als Textkonzept ausschlachtet.
Kommen wir aber zur Musik: Da der Dreier ohne Sänger auskommt, wurde dieser Posten an Mats Leven (Ex-Yngwie Malmsteem) und seinen orientalischen Gegenpart Kobi Farhi vergeben. Im überlangen "Midian" grunzt dazu noch Angela Gossow (Arch Enemy) ein paar Spuren ins Mikro. Das funktioniert auch prima, geben die Vocals den Songs doch jeweils einen eigenen Charakter, was der fremd wirkenden Orchestrierung nicht immer gelingt.
Akustisch wäre es untertrieben hier von orientalischen Einflüssen zu sprechen. Die gesamten Songstrukturen muten wie orientalische Weltmusik an, bei der Rockmusik eher ein weiterer moderner Einfluss ist. So setzt man auch durchgehend auf Stimmung und Pathos, tritt das Gaspedal aber nie wirklich durch. Die Gitarren spielen eher filigran im Hintergrund und viel Dramatik entsteht durch den Einsatz von Percussions. Dazu kommen manchmal dann auch chorale Gesänge, welche das Ganze noch seichter gestalten.
Das Album bietet dadurch überhaupt keine Hits, kann als Gesamtkonzept aber durchaus überzeugen. Mehr Dynamik hätte das Ganze aber doch hergegeben. Und das nicht nur gesanglich, wo wirklich einiges geboten wird. Musikliebhaber mit Open-Minded-Einstellung dürfen sich hier aber gerne ein paar Hördurchläufe unter den Kopfhörern gönnen. Der Mut der Band sollte durchaus gewürdigt werden.
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