Bernays Propaganda - Happiness Machines
Bernays Propaganda
Mit BERNAYS PROPAGANDA bringen Moon Lee Records eine weitere Band aus einem Land an den Start, das nicht gerade für seine ach so große Punk-Kultur berühmt ist. Nach Kroatien kommt die Band der neusten Moon Lee Veröffentlichung diesmal aus Mazedonien und auch hier beweist sich Moon Lee Records nicht nur als Entdecker hervorragender Bands, sondern liefert mit "Happines Machines" ihr bestes Labelrelease ab.
Die Band um Sängerin Kristina spielt eine krude Mischung aus Post-Punk und New-Wave, und auch wenn das nichts Neues ist, gibt es auf "Happiness Machines" viel mehr zu entdecken, als auf etlichen Alben aus ähnlicher Richtung. Das liegt zum Einen natürlich an der Sprache. Alle Songs werden in Albanisch vorgetragen, und ich gebe zu, das dürfte nicht jedermanns Sache sein. Hat man aber erstmal Kristinas Stimme gehört, ist diese Tatsache vollkommen irrelevant, so verträumt und abgehoben werden die Texte vorgetragen. Eine Nähe zu Björk und Karin von the Knife ist nicht von der Hand zu weisen, wenn auch die Vocoder-Effekte wegfallen und ein wenig mehr Aggression in der Sprache liegt. Musikalisch liegen BERNAYS PROPAGANDA genau zwischen CHIK CHIK CHIK und GOSSIP, eine Schnittstelle des Dischord-Sounds, irgendwo zwischen Garage, Disco und Noiserock. Die zehn Songs auf "Happiness Machines" überraschen immer wieder mit verspielten Breaks und eingängigen, aber oft aus dem Ruder laufenden Gesangslinien, die Rhythmussektion bleibt immer smooth und tanzbar und auch wenn böse Zungen behaupten würden, dass nun wirklich jedes Land seine Joy Division-Leidenschaft ausleben darf, bleibt "Happiness Machines" von BERNAYS PROPAGANDA ein tolles Album in zwar bekanntem Soundgewand, kann sich aber in der Veröffentlichungsflut der großen Musiknationen von ihren "Brüdern im Geiste" weit vorne absetzen.
BERNAYS PROPAGANDA liefern ein Album ab, das mehr zu bieten hat, als gepflegt inszenierte Langeweile und gekünstelte Attitüde, und ich bin gespannt was von dem Label noch so kommen mag. Zu erwähnen bleibt noch die schöne Aufmachung des Booklets, in dem nicht nur die Texte der Songs auf Englisch abgedruckt, sondern auch Essays der Sängerin zum Thema Gewalt und Gesellschaft zu finden sind. Nur das Mitsingen will überhaupt nicht klappen.














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