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Bitter Verses - Make Or Break

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Bitter Verses - Make Or Break

Bandname: 
Bitter Verses
Titel der CD: 
Make Or Break
Releasetermin: 
14.10.2011
Label: 
Swell Creek Records
URL der Label-Seite: 
http://www.swellcreek.de/
Kontaktieren: 
http://www.facebook.com/bitterverseshc

Wenn wir einmal ehrlich sind, messen wir Musik doch alle mit zweierlei Maß. Einer Band aus Vollsympathen wie etwa THURSDAY oder LA DISPUTE verzeihen wir sehr viel eher den ein oder anderen Ausrutscher oder schiefen Ton als unsympathischeren Zeitgenossen (um nicht unnötig auf BRING ME THE HORIZON herumzuhacken, seien an dieser Stelle einmal keine Namen genannt). Allerdings zeigt sich das Spielchen des „mit zweierlei Maß messen“, zumindest in meinem Fall, auch in Bezug zu bestimmten Genres, wobei das Phänomen im direkten Vergleich zwischen Pop-Punk und Hardcore wohl am ausgeprägtesten ist. Wenn ich ein Pop-Punk-Album höre, das mir nichts Neues zu bieten hat, greife ich sehr viel eher zu einer niedrigen Wertung als bei einem Hardcore-Album, was vor allem einen Grund hat: Selbst bei Hardcore-Alben, die meilenweit von der sprichwörtlichen Neuerfindung des Rades entfernt sind, hört man im Vergleich zu vielen sterilen und totproduzierten Pop-Punk-Veröffentlichungen sehr viel häufiger den Einsatz und das Herzblut der Bandmitglieder und den Drang, eine Aussage an den Mann zu bringen heraus, womit wir nun endlich bei BITTER VERSES aus dem brandenburgischen Senftenberg angekommen sind.

BITTER VERSES haben etwas zu sagen und BITTER VERSES verfügen über jede Menge Herzblut, ohne dabei allerdings wirklich etwas Neues oder noch nie vorher Dagewesenes zu veröffentlichen. Geboten werden auf dem Debütalbum „Make Or Break“ innerhalb von nur 27 Minuten Spielzeit ein kurzes Interlude sowie zehn lupenreine Hardcore-Granaten im Stil von Bands wie MADBALL, BORN FROM PAIN, THROWDOWN oder WALLS OF JERICHO, wobei der letztgenannte Vergleich sicherlich mit darin begründet liegt, dass auch bei BITTER VERSES eine sehr versierte Shouterin das Mikrofon bedient.

Viel falsch machen BITTER VERSES auf ihrem ersten Longplayer sicherlich nicht, da alle Songs ein ordentliches Maß an Druck, Groove und Energie versprühen und die einzelnen Musiker sowohl im Zusammenspiel als auch im Songwriting gut zusammenarbeiten. Ebenfalls ist ganz klar positiv hervorzuheben, dass sich BITTER VERSES sowohl im Metal-Riffing, als auch im Drive des Punkrock zuhause fühlen, was den Songs ein gutes Maß an Dynamik mitgeben kann. Der ganz große Wurf ist „Make Or Break“ dabei, trotz erstaunlich dicker Produktion, allerdings dennoch nicht geworden, da es dem Album an Eingängigkeit, echter Innovation und auch etwas an Abwechslung mangelt, was live wohl kein großes Problem darstellen dürfte, im heimischen Wohnzimmer allerdings doch irgendwann problematisch wird. Insgesamt zücke ich für BITTER VERSES nun wohlverdiente 6 Lumpis mit Luft nach oben, die sich prinzipiell in folgendes abschließendes Urteil übersetzen lassen: Potential, Talent, Herzblut und Einsatz sind vorhanden, allerdings fehlt es „Make Or Break“ noch klar an Alleinstellungsmerkmalen im unüberblickbaren Teich des Hardcore und an den ganz großen Momenten, die den Zuhörer auch auf dem heimischen Sofa umblasen können.

Bewertung

(Bewertung: 6 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 8 (8 Bewertungen)

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