Daily Riot - Fight Everything
Daily Riot
Jung, dynamisch und engagiert prügeln und brüllen DAILY RIOT auf ihrer dritten Veröffentlichung drauf los. Ihr selbstproduzierter Old School Hardcore kann absolut überzeugen und steht alten Hasen wie BLACK FRIDAY 29 in nichts nach.
Was die insgesamt 15 Songs ausmacht ist ihre Frische und ihre Energie. Auch wenn man so gut wie alle angewendeten Schablonen kennt, wirken die Songs nicht ausgelutscht. Ein weiterer Pluspunkt ist die angemessene und bodenständige Produktion. DAILY RIOT kommen authentisch, sympathisch und vor allem ernst rüber, ohne dass sie verkrampft wirken. Die Songs sind äußerst kompakt und meist recht schnell gehalten, die Mosh-parts zwischendurch animieren durchaus zum Pogen. So war Hardcore Ende der 80er und Anfang der 90er und so mochte ich ihn: vor Schweiß und Blut triefend. Kein Metalcore, keine überproduzierte Harte-Männer-Musik! Abstriche muss man aber bei den Texten machen, in denen fast jedes Klischee wieder zu finden ist, von Unity bis Brotherhood, von Friendship bis Backstabber. Zum Glück wird das Pathos von der kämpfenden Arbeiterklasse nicht überstrapaziert. Eine wohltuende Ausnahme sind die vier deutschen Texte, die nicht so oberflächlich und platt sind wie der Rest. „Ma Vida“, „Steh auf“, „Bullets of Hate“ und „Gegen die“ sind zugleich die Anspieltipps von „Fight Everything“ und genau dort sollte das Quintett aus Saarbrücken weiter machen. In dieser Nische ist noch Platz und dieser kann ihnen gehören. Nur Mut! Macht euch frei von den Klischees.
Unter dem Strich bleibt ein gutes Hardcore Album, das DAILY RIOT abliefern. Sollte man in Zukunft nicht regelmäßig von den Saabrückenern hören, wäre das eine Überraschung, schließlich haben sie das Zeug und die Professionalität durch zu starten.









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