Der Weg einer Freiheit - Unstille
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Der Weg einer Freiheit - Unstille
Black Metal ist langweilig und eintönig. Eigentlich könnte ich an dieser Stelle das Review beenden. Aber als Gefahrensucher stürze ich mich wagemutig in die sechs Zweitlingswerke, der mit so viel Vorschusslorbeeren bedachten Black Metal-Hoffnung DER WEG EINER FREIHEIT aus diesem unseren Land mit der dunklen Vergangenheit. Sechs Lieder in 46 Minuten! Da kommt was auf mich zu. Dann mal los!
Die zwölfeinhalb Minuten des Eröffnungsopus "Zeichen" sind sogleich voller düsterer Melodien, rasender Schlagzeugarbeit und kehligem Gekeife wie aus einer anderen Welt. Die ruhigeren Teilstücke sollen wohl Atmosphäre schaffen, sind aber eher Pausen zum Luftholen, um sich auf die noch folgenden Exzesse vorzubereiten. Allein der Midtempo-Teil mit diesem großartigen mitreißenden Riff und ohne stimmliche Einsätze kann so etwas wie ein Aufhorchen bewirken. Es folgen mit "Lichtmensch", "Nachtsam" und "zu Grunde" drei Fünf-Minuten-Orgien, die nicht gerade durch Abwechslung glänzen. "Vergängnis" wird durch lange instrumentale Passagen recht eindrucksvoll umgesetzt, bevor das nächste opulente Werk - "Zerfall" - wieder gehörig an den Nerven zerrt und wortwörtlich den Zerfall des gesamten Nervenkostüms bewirkt.
Die Riffs hören sich oft nach Streichinstrumenten an, was dem schwarzen Liedgut einen sehr orchestralen Anstrich verleiht. Der hohle Klang des Schlagzeugs ist bereits nach ein paar Minuten ein großer Spielverderber, weil er sehr dünn und hölzern ist. Zum Glück kommen DER WEG EINER FREIHEIT inhaltlich ohne Satansbeschwörungen und Gewaltexzesse aus. Individuelle Endzeitstimmung ist bei dem Trio angesagt.
Summa summarum hat sich meine zu Beginn geäußerte Weisheit im Großen und Ganzen bestätigt. Auch wenn DER WEG EINER FREIHEIT nicht zu den Körperbemalten unter den Satansjüngern gehören, ist mir ihre Musik zu farblos und reizlos, um mich außerhalb meiner musikalischen Vorlieben mit ihnen weiter zu beschäftigen. Trotzdem gestehe ich ihnen einen gewissen Anspruch zu, da sie ohne die übliche vordergründige Effekthascherei des Genres auskommen und mit herrlich negativer Lyrik aufwarten. So ordne ich sie in eine Akte zusammen mit WOLVES IN THE THRONE ROOM ein. Endlich Stille!
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Tracklist
1. Zeichen
2. Lichtmensch
3. Nachtsam
4. Zu Grunde
5. Vergängnis
6. Zerfall
Bewertung









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Kommentare
darf ich dieses "Endlich Stille" und "Unstille" mit der Band "Endstille" in Verbindung setzen?
Ist es nicht etwas bescheuert ein review zu schreiben, wenn man im sowieso nichts mit der musikrichtung anfangen kann?
da fehlts mir doch einen ticken an neutralität.
und wie bescheuert ist es, nur über bands und cds zu schreiben, die einem gefallen? wo bleibt da die objektivität?
hat was mit meinungsvielfalt (pluralismus) zu tun und so.