Everything Went Black - Cycles of Light
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Everything Went Black - Cycles of Light
Was habe ich damals die Compilation-Doppel-LP „Everything Went Black“ von BLACK FLAG gesucht bis ich sie mir in den USA bestellt habe. Einfach großartig die alten Songs mit den ersten drei Sängern. Kurz und bündig auf den Punkt gebracht. Aber es soll in diesem Review nicht um die Helden der Vergangenheit gehen, sondern, um die Protagonisten der Gegenwart und diese heißen nunmal so wie das Album von BLACK FLAG: EVERYTHING WENT BLACK.
Damit ist die Schnittmenge aber nicht gänzlich beschrieben. Ein weiteres Merkmal kann man dem Fünfer aus St. Louis noch ankreiden, sie gehen knapp eine halbe Stunde lang unglaublich intensiv zu Werke und schlagen musikalisch eine Brücke zwischen den Apocalyptic-Hardorelern INTEGRITY und den Post-Crust-Punkern TRAGEDY. Wut und Verzweiflung bringen EVERYTHING WENT BLACK authentisch und gradlinig zum Ausdruck, wobei keiner der neun Songs aufgesetzt oder altbackend wirkt. Gleißendes Licht haben die Tracks dabei noch nie zu Gesicht bekommen, entstammen sie eher der dunklen Tageshälfte. „Kingdoms“ hat schon was niederschmetterndes und auswegloses und hebt sich von den anderen Ausbrüchen entfesselter Wut ab. Ich kann mir regelrecht vorstellen, wie der Stoff einen live vor der Bühne wegbläst und die Band es so richtig scheppern lässt.
Am Ende des Tages verbleibt „Cycles of Light“ zwischen Sonnenuntergang und Aufgang in der Dämmerung des Lichts. EVERYTHING WENT BLACK haben sich für die dunkle Seite des Lichts entschieden und das ist gut so, dort können sie zwar kein Glanzlicht setzen, können aber die Dunkelheit gehörig aufmischen.
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