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Fighting Fiction - s/t

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Fighting Fiction - s/t

Bandname: 
Fighting Fiction
Titel der CD: 
s/t
Releasetermin: 
27.04.2012
Label: 
Xtra Mile Recordings
URL der Label-Seite: 
http://xtramilerecordings.com
Kontaktieren: 
http://www.fightingfiction.com

Die Stimme, die Melodie, die Gitarre. Frank?! Frank Turner? Bist du das?! Hat sich da irgendein Hallodri beim Presswerk einen gehörigen Schnitzer geleistet?! Wenn dem so ist, trinkt wohl gerade die Holzfällerhemdrunde am Lagerfeuer ihr Guinness mit verwundertem Blick Richtung Anlage zu FIGHTING FICTION.

Ich bin mir sicher, dass der Vierer aus Brighton diesen Vergleich nicht mehr hören kann. Doch wer beim Opener "Amazing Grace" oder dem nachdenklichen "Growing Pains" nicht augenblicklich an den sympathischen Liedermacher denken muss, sollte sich überlegen, bei zukünftigen Konzerten Ohropax zu benutzen, da die Gehörgänge scheinbar komplett im Eimer sind.

Aber FIGHTING FICTION machen es einem nicht so einfach und sträuben sich mit Händen und Füßen in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden. Denn auch wenn sich die Akustikgitarre, der britische Akzent und die zuckersüßen Melodien durch das gesamte Album ziehen, sind sie für mich der Inbegriff der Abwechslung. Plötzlich wird der Punkrock hochgeschraubt und als nächste Referenz müssen die STREET DOGS herhalten ("Turning Rebellion Into Money"), bevor man sein musikalisches Können in einer astreinen Offbeat Nummer à la THE CLASH zeigt ("No Room At The Inn"). Tempowechsel und Breaks sind scheinbar ihr großes Hobby. Vorhersehbarkeit ihr ärgster Feind. Und bei der unglaublich hohen Dichte an Bridges bekommt man gleich mehrere Ohrwürmer in einem einzigen Lied um die Ohren geschleudert. Hervorzuheben sei auch noch der Mann an der E-Gitarre. Sehr schöne Riffs und ein gutes Verständnis dafür, im richtigen Moment die passenden Akzente zu setzen, ohne dabei den Bezug zur Rhythmusfraktion zu verlieren.

Im Endeffekt bieten die zehn Stücke der selbstbetitelten Platte genau das, was man von einem Debutalbum allgemein erwartet: Abwechslungsreich, experimentierfreudig und vollgepackt mit kreativen Ideen. Und mit "Rock'n'Roll Is Dead And Its Corpse Is For Sale" ist ihnen ein richtiger Hit gelungen, der sich sicher als äußerst festivaltauglich herausstellen wird. Also alles richtig gemacht. Nur schade, dass kein Textblatt dabei ist, denn was zu sagen haben die Jungs anscheinend auch, wenn ich mir Titel wie "Cameraphones & Choruses" ansehe. Allerhöchste Zeit, dieser Unart ein paar Takte zu widmen. Sehr gut! Und bei einem Blick auf den Produzenten und die Bands, die sich mit FIGHTING FICTION bereits die Bühne geteilt haben, schließt sich am Ende der Kreis. Hello Frank!

Bewertung

(Bewertung: 8 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 10 (1 Bewertung)

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