GAMEFACE - Four to go
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GAMEFACE - Four to go
"Sometimes friends forever don't last a summer" sang Jeff Caudill auf dem 99er Output der Emo-Helden aus Orange County, "Every last time". Tatsächlich brachte das Album GAMEFACE, deren erste 7'' bereits 1991 erschien, eine Menge Freunde ein, die aber bereits beim Nachfolger "Always on" zu meckern begannen. Mit "Four to go" dürfte die Band wieder einiges an Boden gut machen. Schon der Opener "This old house" lässt keine Fragen offen. Wer hier nicht wenigstens im Geiste Luftsprünge macht, ist scheintot. Freilich erschöpft sich auch der neue Release des Quartetts nicht in ungezügeltem Vorwärtspreschen, obwohl eine Rückbesinnung auf die punkigeren Seiten unüberhörbar ist.
Immer wieder nehmen die Amis den Fuß vom Gaspedal, geben Schlagzeug und Gitarren dem knackigen Bass in ruhigeren Passagen Raum, sich kurzzeitig in den Vordergrund zu drängen. Die Produktion überzeugt dabei mit einer ausgewogenen Mischung aus Wohlklang und Ungeschliffenheit. Alles Bestens? Nun, fast: Leider vergeigt die Band die eine oder andere Chance, ein tadelloses Werk vorzulegen. "The Word" beispielsweise beginnt furios mit einem treibenden Drum-Pattern und düster-melancholischer Melodieführung, mündet aber in einen enttäuschend gewöhnlichen Refrain ein. "How far is goodbye" hingegen nervt zwischendurch mit Clean-Gitarren-Sounds, die U2 gut zu Gesicht stehen würden. Auf der anderen Seite aber stehen Knaller wie "Don`t get me started" - kein Grund, sich aufzuregen, genau! GAMEFACE nämlich liefern zwar keine Meisterleistung hin, aber ein solides, in seinen besten Momenten gar mitreißendes Album.
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