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Green Day - Uno!

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Green Day - Uno!

Bandname: 
Green Day
Titel der CD: 
Uno!
Releasetermin: 
21. September 2012

Sollte Punk irgendwie gefährlich sein? Es gab mal eine Zeit, da hätte der Schreiber dieser Zeilen diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet. Es war zu der Zeit, als man sich noch zu fünft in einen Golf II gequetscht hat und in die große (riesige) Stadt Hannover gefahren ist, um sich Konzerte von Bands wie LAGWAGON, STRUNG OUT, NO USE FOR A NAME, NOFX und THE OFFSPRING in kleinen veranzten Clubs anzuschauen. Für den jungen Mann von damals waren das aufregende Erlebnisse, die in so sehr geprägt haben, dass er auch heute noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht daran zurückdenkt. GREEN DAY gehören leider nicht zu den Bands, die man damals zu Gesicht bekommen hat ... ein Vorzeichen?

Ihr neues Album "Uno!" ist nicht Punk, wenn es darum geht, eine Assoziation mit "Gefahr" herstellen zu wollen. Wenn man, um Punk zu sein, kommerziellen Erfolg von vorn herein ausschließt, ist es dieses Album genauso wenig. Wenn man einen musikalischen Arschtritt erwartet, ist "Uno!" ganz sicher eines: NICHT Punk!

Songs wie "Nuclear Family", "Stay The Night" und "Carpe Diem", die das Album eröffnen, sind typische GREEN DAY Nummern, denen aber jegliche Kanten und Ecken im Studio operativ entfernt wurden. Gefällige Rocksongs, die keinem wirklich weh tun. Erst mit "Let Yourself Go" gibt es einen kleinen Lichtblick, der zeigt, dass es das Trio immer noch drauf hat, schnelle partytaugliche (Punk)Rock-Songs zu schreiben.

Während der Anfang von "Uno!" also einigermaßen ok ausgefallen ist, folgt nun mit "Kill The DJ" die erste Niete. GREEN DAY wildern im Discopop mit dazugehörigem Offbeat. Ein Song, der sicherlich besser zu den FOXBORO HOT TUBS gepasst hätte und hier unter dem Banner der einstigen Punkrock-Idole eigentlich nichts zu suchen hat. Nach dieser Arschwackelei geht es dann erstmal ganz tief in den finsteren Kommerz-Keller. "Fell For You" ist ein Tralala-Pop-Song, der so zahm daher kommt, dass er auch wunderbar auf NDR 2 gespielt werden kann. Nach dem schlechtesten Song auf "Uno!" ("Oh Love") sicherlich ein perfekter Kandidat für die nächste Single-Auskopplung.

In "Loss Of Control" dürfen die Akkorde dann endlich mal wieder mit voller Kraft durchgezogen werden und trotzdem schaffen es GREEN DAY hier nicht, zu überzeugen. Das rockige Gitarrensolo nervt, der Refrain ist langweilig und nervt und die sich ständig wiederholende Songstruktur nervt ebenfalls. "Troublemaker" im Anschluss hat einen verheissungsvollen Titel, verpufft aber mit nervenden Claps und nervendem Tralala-Gesang zu einer weiteren Nullnummer. "Angel Blue" hingegen erinnert sogar an die gute alte Zeit in den 90ern, als GREEN DAY mit "Dookie" eine neue Punkrock-Welle unter den Kids losgetreten haben. Doch auch diesem Song wird mit einer viel zu glatten Produktion komplett die Seele geraubt und zu Kaugummi-College-Rock verwurstet. Schade drum ...

"Sweet 16" ist erschreckend. Erschreckend langweilig-zahm-glattgebügelt-tralala-poppig-vorhersehbar. Und mit "Rusty James" wird das auch nicht besser, doch das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Denkste, denn mit "Oh Love" folgt ja nur noch der musikalische Supergau von "Uno!" ...

GREEN DAY enttäuschen auf dem Erstlingswerk dieser Trilogie auf ganzer Linie. Ein paar Songs, die man sich durchaus anhören kann, sind zwar vorhanden, der Großteil der musikalischen Ergüsse gehört aber eindeutig in die Schublade "durchschnittlicher Standard-Rock". Das Einzige, das an "Uno!" noch Punk ist, ist das Cover - doch die Verpackung verspricht leider mehr, als sie halten kann. Bleibt nur zu hoffen, dass die nächsten Releases wieder ein bisschen mehr zu bieten haben, als nur eine "punkige" Verpackung!

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Image of Uno!
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Preis EUR 6,99
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Tracklist

1. Nuclear Family
2. Stay The Night
3. Carpe Diem
4. Let Yourself Go
5. Kill The Dj
6. Fell For You
7. Loss Of Control
8. Troublemaker
9. Angel Blue
10. Sweet 16
11. Rusty James
12. Oh Love

Bewertung

(Bewertung: 4 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 5.8 (60 Bewertungen)

Weitere Infos zu

Kommentare

Bild des Benutzers Tres uncool

Das Review bestätigt leider alle Eindrücke, die ich aufgrund der Webvideos von dem Album hatte. ,American Idiot' ist das relevanteste Album seit dem Jahr 2000. ,21st Century Breakdown' war auch sehr gut. Danach hätten sich GD auflösen sollen.

Bild des Benutzers nö

Green Day hätte sich auflösen sollen? Was zur hölle ist das für müll? Loyalitöööt, gleich null, ja?
Wer weiß, vielleicht kommen ja noch gute platten?

Bild des Benutzers Me

Gehts dir noch gut? Ich glaube wenn Green day sich auflösen würde, wäre das tragischer als Freddie Mercurys und john lennons Tod zusammen!!! Green Day sind die genilste Band der verdammten welt!!!

Bild des Benutzers Freddie Mercury

Peinlichster Kommentar des Jahres!!!

Bild des Benutzers Freddie Mercury

Schon allein für diesen Kommentar wünsche ich mir, dass sich Green Day bald auflösen ...

Bild des Benutzers gast

Leider finde ich das Review ziemlich schlecht. Der Platte wird irgendwie gar keine Chance gegeben. Nur dass wir uns versehen, ich finde sie auch nicht gut und sehr langweilig. Warning fand ich ganz gross, American Idiot war auch sehr gut, 21 Century ist mit grossem Abstand das schwächste Green Day Album. Dieses hier ist nicht so schlecht, errinert mich musikalisch sogar an Warning, jedoch kann es bei mir nicht zünden und verschwindet in der Belanglosigkeit.
Da hat mir das neue The Offspring Album mit ein paar richtigen Kracher drauf doch besser gefallen.

Bild des Benutzers Tim Roenz

Erstmal muss ich sagen das das review teilweise richtige scheiße ist.Denn bei Punk geht es NIE um irgendeine Gefährlichkeit, oder um die tatsache das man Kommerziell erfolgreich, oder eben nicht erfolgreich ist.
Bei Punk geht es um die Musik an sich.
,,Einfache" akkordfolgen, welche sich immer wiederholen sind da Standart.
Zweitens: Vom Styl ist dieses Album ein Mischmasch aus Warning , Nimrod und American Idiot...3 Alben die von den Green Day-Fans sehr gemocht wurden.
Wo ist der unterschied zwischen ,,lahmen" songs wie Sweet 16 und Rusty James zu Waiting,Are we the Waiting,BOULEVARD OF BROKEN DREAMS,Redundant,Scattered, und den ganzen anderen nicht harten liedern von Green Day, welche nciht sofort als Pop oder meinstream abgestempelt werden?
Nirgendwo, nur das mal wieder jeder irgendetwas zu meckern hat.
Es gibt nicht umsonst eine aufteilung der 3 Alben in 3 Styles: Pop-Punk (Nimrod,Warning,American Idiot Style);Dirty Garage/Punk Rock und Hero-Punk.
Mein Gott wie alle seit american idiot immer nur rummeckern das Green Day nicht mehr ist wie es mal war...fakt ist, es ist nicht mehr im alten Style seit Nimrod...ein album von 1997!
Auch in 21st Century Breakdown war nciht alles schlecht.
Lieder wie Know your Enemy und East Jesus Nowhere waren eindeutig keine schlechten Pop oder Schwuchtel songs.
Tut mir leid, Punk ist eben nicht das was man unter harter mucke versteht, welche nicht in den charts sein darf, oder nicht kommerziell sein darf.
Dookie war auch ziehmlich erfolgreich, un den charts, sowohl als auch im einspielergebnis.
PS: Jeder der auf irgendeine art platten VERKAUFT nutzt die Musik kommerziell.

Bild des Benutzers Gast

Nun krieg mal nicht gleich 'n Herzinfarkt!

Bild des Benutzers -schuetzz-

Ich verstehe kein bischen, was die Leute an dieser Platte auszusetzten haben, ich finde sie verdammt gut & NUCLEAT FAMILY, STAY THE NIGHT, LET YOURSELF GO, KILL THE DJ, TROUBLEMAKER & RUSTY JAMES sind richtig geile Sonx & erinnern mich sehr an ne Mischung aus DOOKIE & NIMROD..Ich hoffe, dass die 2 folgenden Alben diesen Style beibehalten werden :D Zusammen mit AF's neuem THE GENERAL STRIKE & TGA's HANDWRITTEN definitiv eins der 3 besten Punkrock-Alben des Jahres !!

Bild des Benutzers pascal

auch ich muss sagen,das mich die songs jetzt mich so krass umhauen,da noch let yourself go am meisten.Aber man darf nicht vergessen das Green Day kein punk mehr ist und wenn sie sagen das die erste auskopplung mehr zum punk geht es nicht mega punkig wird.ich finde aber auch,das die songs leider glattgebügelt klingen,was sehr schade ist.kill the dj oder troublemaker sehe ich eher dann auf dos lieber,dann würde sie man auch anders betrachten.ich bin nicht enttäuscht von album,keines falls,aber irgendwas fehlt bei den aufnahmen was mich magisch anzieht und mich umhaut.ich hoffe das das bei dos und tre anders wird.ich liebe green day und hoffe,das das einfach nicht zu radio tauglich alles wird.scheiß auf geld und verkäufe,das sage ich immmer.Da hat mich Billy Talent mit Dead Silence regelrecht umgehauen.

Bild des Benutzers andreas barder

bei punk geht es nur musik!?!?!?

mensch, da habe ich ja 25 jahre ein falsches leben gelebt. danke für die aufklärung, tim!

Bild des Benutzers frunsi

einer seite, die 21stCBD mit 8 und dieses album mit 4 "lumpis" bewertet, kann man nicht vertrauen.

Bild des Benutzers Schnösel

Warum ist das denn ein Anhaltspunkt dafür, dass man dieser Seite nicht vertrauen kann?

Bild des Benutzers frunsi

bei 21stCDB werden "einfühlsame balladen" und rocksongs als positiv dargestellt, während sie hier mit sellout-gehetze zugekleistert werden.
lyrisch ist das album bei weitem "punker" als ihre ersten beiden scheiben, die zur hälfte aus liebesliedern bestehen.
ich geb zwar zu, dass die produktion recht übel ausgefallen ist (drums zu laut, gitarren zu leise, bass kaum hörbar), das ändert aber nichts daran, dass die songs gut sind. selbst dookie war streckenweise weit poppiger (pulling teeth, when i come around).

Bild des Benutzers Schnösel

Also ich für meinen Teil lese aus dem Review eher, dass hier der Produktion die Hauptschuld gegeben wird. Und das scheint mir auch recht schlüssig, denn die kam mir bei 21st Century Breakdown längst nicht so glatt vor, wie bei Uno ...
Mir haben aber die Songs auf 21st Century Breakdown auch um längen besser gefallen. Deshalb gehe ich für meinen Teil mit der Meinung des Autors konform.

Bild des Benutzers Jo Man

Ich dachte immer Green Day sei eine Punk ROCK Band und dafür beherschen sie ihr Handwerk sehr gut. Weniger gut und wenig objektiv ist diese Review,

Bild des Benutzers Der Große

Also die Kritik an der Produktion kann ich auf jedenfall verstehen. Der Sound kommt wirklich viel zu glatt und langweilig rüber. Bin leider schwer vom Album enttäuscht. Green Day hatte natürlich immer mal etwas poppiges an sich, ist soweit auch kein Problem - aber jetzt wirkt fast der Vorgänger wieder "hart" dagegen.

Schade eigentlich. Ich hatte fast schon Vorfreude auf das Album, nach der grandiosen Setlist, nach der großartigen Party auf der letzten Open-Air Tour. Allein mit "Kill the DJ" haben sie es schon zerstört. Lieder wie Sweet 16 und Oh Love brauche ich nicht erwähnen.

Bild des Benutzers Larry

Also ich kann dieses Review nicht verstehen.
Die Songs sind geil und das Album ist echt cool.
Ich habs mindestens 10mal durchgehört und es wird nicht langweilig.
Jaa, auch Oh Love ist meiner Meinung nach ein sehr guter Song.

Billie Joe sagte in einem Interview, dass das Album UNO ein FUN Album werden sollte, und das ist ihnen gelungen. Sucht nicht tiegründig nach Anspruch, sonder hör einfach die Songs und habt SPASS.

mfg
Larry

Bild des Benutzers Me

Ich gebe zu, Uno kann nicht zwingend an die Vorgängerwerke anknüpfen....btrotzdem ist es gute Musik... ich finde sowohl kill the dj gut als auch oh love. Nur weil sie etwas neues machen wollten ist es nicht zwingend schlecht. Im allgemeinen finde ich das album einfach genial und im Übrigen hatte Dookie auch keine aussagekräftigen Texte ...

Ene Frage noch: Warum hassen sämtliche andere Green Day Fans 21stCB? Ich könnte es durchgehend anhören ;)

Bild des Benutzers Sami Chaudhry

sag mal spinnen die Leute die diese kritik schreiben?!
Punk ist sehr vielfältig das heisst dass es sehr viele Arten von Lunk gibt! klar haben Green Day in diesem Album nicht den klassischen 4 Akmorde Punk angewendet aber es ist trotzdem noch punk! ihr spinnt doch! wenn ihr schon keine Ahnung habt dann lassr es doch! Green Day war-ist- und bleibt die weltweit beste punkband!!

Bild des Benutzers Larry

Da hast du vokommen recht. :)

Bild des Benutzers wayne

Diese Kritik ist leider völlig daneben und zeugt von wenig Sachverstand und Objektivität.
Jede Band hat seinen eigenen Stil und darf sich vorbehalten, diesen beliebig in jede Richtung zu ändern. Wenn das bei den Kritiken nicht berücksichtigt wird, sollten diese sich lieber Justin Bieber und Miley Cyrus zuwenden.

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