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Hardcore Connection - s/t

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Hardcore Connection - s/t

Bandname: 
Hardcore Connection
Titel der CD: 
s/t
Releasetermin: 
20. Juli 2012

Als ich vor zwei Jahren auf einem Konzert die „Hardcore Connection“-Single in die Hände bekam, habe ich nicht lange überlegt und die Kohle auf den Tisch gelegt. Nun ist das Projekt zur Gänze im Kasten und stellt sich wie folgt dar (das Namedropping vom Promo-Flyer):

Es wurden Songs von folgenden Bands gecovert:
Vile, Cro-Mags, Fear, Yuppicide, Devo, Bad Brains, Reagan Youth, 7 Seconds, Clitboys, Crucifix, Zero Boys,The Bruisers, Angry Samonas, The Dogs, D.I., Germs, Adolescents, Peter & The Test Tube Babies, The Dictators und Toxic Reason

Folgende Sänger haben an Hardcore Connection mitgewirkt:
Choke/Slapshot, Köfte de Ville/Mad Sin, Jesse Jones/Yuppicide, Mad Joe/Wisdom In Chains, Roger Miret/Agnostic Front, Mr.Chi Pig/SNFU, Kepi Ghoule/Groovie Ghoulies, Scotti levinge/SS Crux, Dan Kubinski/Die Kreuzen, Kevin Seconds/7 Seconds, Felix Alanis/RF7, Vince Cecio/The Bamboo Kids, Jay Lansford/Simpletones, Rick Agnew/Adolescents, Texas Terri/Texas Terri Band, Yvonne Ducksworth/Jingo De Lunch, Uli Confidence/Church Of Confidence, Kai Havaii/Extrabreit, Shutte/Doom Day, BUD/Settle The Score, Alex/Last Hope

Hört sich alles verdammt gut an, oder? Beim ersten Hören nebenbei im Auto auch noch. Doch je länger man sich mit den 19 Songs beschäftigt, stellt sich einem die Frage nach dem Sinn eines solchen Projekts. Auf der einen Seite hauen zur Zeit viele Bands ihre Cover-CDs raus, laufen ja auch sehr gut diese Compilations. Doch bei dem Aufwand, den Swellcreek Superhero Records, im besonderen Daniel Bader betrieben hat, lasse ich diese Sichtweise nicht gelten. Meinen Respekt für die Arbeit. Aber warum das Ganze? Sind die Originale doch eh unerreicht und die Bands noch oder wieder am Leben und performen die Hits auf Bühnen auch in unseren Gefilden. Einen tieferen Grund als reines Fantum ist nicht ersichtlich, zumal kein „Guter Zweck“ oder ein Benefit eine weitere Daseinsberechtigung liefert. Also rein für das eigene Ego der ganze Aufwand? Scheint fast so.

Ein „Guter Zweck“ wäre die halbe Miete gewesen, denn die Interpretationen sind nicht das Gelbe vom Ei. Ein unmotivierter Choke macht den mageren Auftakt, bevor MAD SINs Köfte gleich an zweiter Stelle das Highlight abliefert: CRO-MAGS „Sign of the Times“ in Rockabilly-Dur. So grandios geht es aber leider nicht weiter. Über FEARs „I Love Livin' in the City“ featuring Jesse Jones legen wir lieber den Mantel des Schweigens. Mad Joe macht es dann besser mit YUPPICIDEs „Meat Packer“. Roger Miret vergeht sich danach an REAGAN YOUTH, Kepi Ghoulie rockt eine okaye Version von „Pay to Cum“, Kevin Seconds richtet ZERO BOYS zu Grunde und Rikk Agnew singt seinen eignen Hit „Hang Ten in East Berlin“, was er schon mal wesentlich besser gemacht hat. Mr. Chi Pig präsentiert eine schnotterige Gänsehaut-Version von DEVOs „Gates of Steel“ und sichert sich so den zweiten Platz in der Hardcore-Hitparade. Dan Kubinski rotzt in dreckiger Form „Annihilation“ raus, wird aber von Felix Alanis „eingeschüchtert“ und gleich wieder ausgebremst. TOXIC REASON werden durch Uli Confidence gut vertreten. Yvonne Ducksworth singt passend zu ihrer Bühnenpräsenz PETERs „Maniac“ bevor der All-Hardcore-Chor den DICTATORS den Garaus macht.

Immer wenn die „Hardcore Connection“ ihrem Name Ehre macht, kommt einer daher und beweist das Gegenteil. Auf fünf wirklich gelungene Cover kommen sieben durchschnittliche und sieben magere. Sorry, aber das ist leider kein guter Schnitt, nur Durchschnitt. Aufrunden tue ich wegen dem coolen Artwork mit Illustrationen von Steve Karp. Schade, ich hatte mehr erwartet als eine reine Homage an die Helden der Achtziger, einen Benefit, irgendetwas Besonderes. Es ist doch „more than music“!

Tracklist

1. 5 To 10
2. Signs of the Times
3. I Love Livin in the City
4. Meat Packer
5. Reagan Youth
6. Gates of Steel
7. Pay to Cum
8. Slogan Boy
9. Annihilation
10. Civilizations Dying
11. Intimidation
12. You Stupid Jerk
13. Slash Your Face
14. Hang Ten in East Berlin
15. Land of Treason
16. Amoeba
17. Maniac
18. Mercenary
19. Pussy & Money

Bewertung

(Bewertung: 5 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 4.7 (13 Bewertungen)

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Kommentare

Bild des Benutzers Bader

hallöchen
ich wollte mal kurz par sachen richtig stellen.
erstmal läuft Hardcore Connection nicht unter Various Artists, da es ein projekt ist und keine compilation.
zweitens wurde das projekt wie man an der jahreszahl des covers sieht schon 2009 gestartet (genaugenommen sogar 2008) und war somit schon in arbeit bevor eine anzahl von hardcore bands ihre coveralben veröffentlicht hat.
ausserdem heisst der herr von Die Kreuzen nicht Dubinski sondern Kubinski.
alles andere in deinem review ist letztendlich geschmacksache, allerdings möchte ich noch kurz anmerken, dass ich weder verstehe was an Chokes und Jesse Jones gesang uninspiriert klingt?
und ich verstehe nicht ganz, warum so ein projekt nur eine daseins berechtigung hat wenns für nen guten zweck ist?!
du hast recht ich habe es tatsächlich nur ganz allein für mich gemacht, es hat spass gemacht mit alten legenden cupcakes zu essen und kaffee zu trinken und einfach einen ihrer lieblingssongs aufzunehmen, ohne dicke verträge zu wälzen und unmengen an gagen auszugeben.
vielleicht gefällt es ein par kids, vielleicht wirds verrissen wie bei dir.. eigentlich egal..
ich verstehe nur nicht, warum leute fanzines machen oder reviews für solche schreiben, wenn sie sich weder mit ner platte richtig beschäftigen, noch diese mögen.
da stellt sich dann nämlich auch die frage des Egos..
kennst du lester bangs und richard meltzer?
solltest du mal checken.
trotzdem danke für deine mühe!
gruss bader

Bild des Benutzers Gast

Ähhh, ist Hardcore Connection denn eine Band mit festen Mitgliedern? Hatte es so verstanden, dass hier verschiedene Künstler aus dem Hardcore-Sektor andere Künstler aus dem selben Bereich covern ... und sowas wird doch wohl normalerweise unter "V/A" eingeordnet, oder?

Bild des Benutzers Bader

V/A steht für various artists.. und bedeutet eigentlich, dass verschiedene interpreten sich eine platte teilen.
in diesem fall ist es aber ein und derselbe interpret nämlich Hardcore Connection, welcher seine besetzung aber wechselt wie im falle Probot z.b.

Bild des Benutzers Bader

eigentlich ist es noch besser mit Roadrunner United zu vergleichen, welche aber zb bei amazon nicht unter various gelistet sind, hingegen ne compilation wie die suck city serie schon

Bild des Benutzers Timo

Habe es mal geändert ...

Bild des Benutzers DJ taubi

also ich finde das ne echt geile sache mit der hardcore connection habe mir die ep gekauft und fand die totall klasse besonders die ersten drei songs....und ich finde die aufmachung der ep sehr schön....und das choke unmutiviert klingt finde ich gar nicht eher im gegenteil.

ich werde mir die lp jetzt auf jedenfall bestellen bin mal gespannt aber ich denke mal ich werde nicht enttäuscht.

bin auch der meinung das man so ein project auch ohne guten zweck machen kann...ich finds einfach nur geil.

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