Human Demise - The Odditorium
Human Demise
Man muss schon einen gewaltigen Hass auf die gesamte Menschheit schieben, um seine Band HUMAN DEMISE zu nennen und dann Songs wie „Fall Of Man“ oder „Humanity's Downfall“ zu schreiben. Entsprechend heftig fällt dann auch „The Odditorium“, das Debütalbum der Niederländer um Frontsau Maurice van der Heijden aus. Worte wie Hoffnung, Frieden und Liebe finden sich nicht im Vokabular von HUMAN DEMISE, das genaue Gegenteil ist der Fall: Alles, was man hier in zwölf Tracks vor den Latz geknallt bekommt, zeugt von geballte Aggression gegenüber menschlichem Stumpfsinn und gesellschaftlicher Verdorbenheit.
Der Soundtrack zur Apokalypse, den die fünf Niederländer hier zelebrieren, besteht aus extrem schnellem und heftigem Hardcore, der häufig auf Elemente des Metal zurückgreift. Gesang wird man auf „The Odditorium“ vergeblich suchen, Frontmann van der Heijden agiert durchgehend mit kehligen Shouts, die diesen Namen auch wirklich verdienen, was allerdings leider schnell eine gewisse Monotonie mit sich zieht. In der Presse-Info werden zum Stil von HUMAN DEMISE Vergleiche zu Bands wie RINGWORM, STRIFE oder EARTH CRISIS angestellt, die ich an dieser Stelle einfach einmal unkommentiert stehen lasse.
HUMAN DEMISE zeigen sich durchgehend schnell, hart und erbarmungslos und gewähren dem Zuhörer mit Ausnahme des Interludes („Desolate Screams“) keine einzige Verschnaufpause. Und gerade hier liegt das Problem des Albums: „The Odditorium“ mag noch so hart und auf den Punkt genau eingespielt sein, da aber alle Songs sehr ähnlich klingen, kommt recht früh Langeweile auf, was nicht unbedingt für ein Release spricht, das gerade einmal 32 Minuten lang ist. Kein Song sticht wirklich aus der Masse heraus und Experimenten gegenüber zeigt man sich im Hause HUMAN DEMISE wenig aufgeschlossen, stattdessen gibt es einfach zwölf Songs lang voll auf die Mütze, was erstaunlich schnell langweilig wird. Vielleicht wird der ein oder andere Hardcore-Purist seine Freude an „The Odditorium“ finden, mir persönlich fehlt hier aber Eingängigkeit, Abwechslung und einfach das gewisse Etwas.









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