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I Exist - II: The Broken Passage

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I Exist - II: The Broken Passage

I Exist - II: The Broken Passage
Bandname: 
I Exist
Titel der CD: 
II: The Broken Passage
Releasetermin: 
10.02.2012
Label: 
Lost Shepherd/Prosthetic
URL der Label-Seite: 
http://lostshepherdrecordings.com
Kontaktieren: 
http://www.myspace.com/iexistmusic

Sieht voll nach Doom Metal oder 70er Jahre Hardrock aus das Cover von „The Broken Passage“: Ein bisschen Mittelalter, ein wenig Psychedellic im Band-Logo und viel Bodenständigkeit strahlt das simple Artwork aus. Und genau das bekommt man von I EXIST vorgesetzt. Bloß, dass man auf die Hardcore-mäßigen Ausbrüche nicht vorbereitet ist.  

Ganz in Sinne von THE OBSESSED oder PENTAGRAMM rocken die ersten schweren Gitarrenklänge los. „Winter's End“ kommt echt groovy rüber. Der kehlig-wütende Gesang passt hervorragend zum schwerfälligen Beat und den tiefen Saiten. Nach dem Opener geht die Post ab: Das knapp zweieinhalbminütige „Ghost Of A King“ bricht mit der unbändigen Kraft eines, wenn auch rostigen und schäbigen, Hotrods ohne Vorwarnung los. Mit „Wyverns Keep“ und „Blades Ruin“ machen I EXIST in diesem Stil weiter. Würden I EXIST nicht aus Canberra, Australien entstammen, hätte ich ohne zu zögern auf New Orleans gewettet. Die musikalische Nähe zu Schwergewichten wie EYEHATEGOD und CROWBAR ist wie ein offenes Buch. Auch die hardrockenden CORROSSION OF CONFORMITY konnten bei ihren besten Songs so staubtrocken und wuchtig sein. „Keepin’ It Denim“ steht hinten auf den Kutten von I EXIST, ihre Einflüsse sind „Blues Riffs, Loud Amps, Large Cymbals and Women“ und ihre Interessen „Blues, Booze and Bongos“. Wenn das nicht alles sagt! Als Abkühlung zum Wüstensound eignet sich „Rider’s Ode“ perfekt, bevor I EXIST unter Beweis stellen, dass Doom Metal oder meinetwegen auch Doomcore nicht unbedingt nur in kriechender Darreichungsform zu genießen ist. Die leicht ausufernden Soli in „Wretched Earth“ und „Return To The Cosmos“, dem Rausschmeißer, sind so stimmig für die Mischung aus expressivem Spät-80er-Hardcore und frühem Doom Metal wie es nur geht. 

I EXIST können mit ihrer zweiten Langrille voll und ganz überzeugen. „The Broken Passage“ läuft rauf und runter in meinem CD-PLayer, schon weil mich der Fünfer angenehm an die genanten Bands erinnert, trotzdem sehr viel eigenen Charme entwickelt hat. I EXIST treffen mit jedem Saitenschlag den berühmten Nagel auf den Kopf, mit der Faust direkt in die Fresse oder mit der Kugel ins Herz. Wie auch immer: I EXIST machen saucoole Mucke!

Bewertung

(Bewertung: 9 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 8.2 (9 Bewertungen)

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