Jeniferever - Silesia
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Jeniferever - Silesia
Der Name "Silesia" des dritten Albums von JENIFEREVER aus Schweden klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich, doch es handelt sich hierbei um den ehemaligen Schlesischen Bahnhof in Berlin, der nun Ostbahnhof heißt. Auf dem Bahnhof hat Sänger Kristofer vor zwei Jahren erfahren, dass sein Vater gestorben ist und so hat dieses tragische Ereignis zum aktuellen Albumtitel von JENIFEREVER geführt.
"Silesia" ein sehr persönliches Werk geworden, welches melodische Pop-Wave-Indie-Songs beinhaltet. Die sanfte Stimme von Kristofer Jönson wird mit hallenden Post-Rock Klängen angereichert und klingt neben den bekannten Indie-Sounds schon stark nach einem Pop-Album mit elektronischen Einflüssen. Verzerrte Gitarren vergangener Tage kommen kaum noch vor, dafür haben elektronische Sounds und Effekte die Oberhand gewonnen. Atmosphärische Stücke werden hier in den Vordergrund gestellt und könnten den perfekten Soundtrack zu einem düsteren Film abliefern. Vergleiche zu Bands wie DEATH CAP FOR CUTIE oder SUNNY DAY REAL ESTATE in deren Anfangstagen sind durchaus vorhanden.
Leider ist der Gesang etwas zu leise produziert, was zwar gut zu den romantischen Songs passt, auf Dauer jedoch ziemlich eintönig ist. So wird zum Beispiel das Stück "A Drink To Remember" mit über sieben Minuten Laufzeit unnötig in die Länge gezogen, die Spannung lässt schnell nach und der Song klingt nach wenigen Minuten langweilig.
"Silesia" ist ein weiterer Schritt in Richtung eines ausgereiften Pop-Albums geworden, bei dem selbst die Fans der ersten Stunde genügend einfühlsame Stücke entdecken können. Potential besitzen die vier Schweden auf jeden Fall, wobei ein wenig mehr Abwechslung sicher nicht schlecht gewesen wäre.
Tracklist
1. Silesia
2. Waifs And Strays
3. The Beat Of Our Own Blood
4. A Drink To Remember
5. Deception Pass
6. Cathedral Peak
7. Where The Hills Fall Towards The Ocean
8. Dover
9. Hearths
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