Kismet - Hiatus

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Kismet - Hiatus

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Kismet

Hiatus
VÖ: 05. Februar 2010

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an den Film "50 erste Dates", in dem der männliche Hauptdarsteller (Adam Sandler) sich in eine Frau mit täglich neuem Gedächtnisverlust (Drew Barrymore) verliebt und letztendlich dafür sorgt, dass sie ihn jeden Tag aufs Neue kennen lernt. Ein wenig ähnlich geht es mir bei "Hiatus", dem ersten Full-Length der fünf Niederländer von KISMET. Inzwischen hat das Album doch einige Runden durch mein Gehör gedreht und nach wie vor habe ich bei vielen der neun Songs das Gefühl, ich würde sie gerade zum ersten Mal hören. In "50 erste Dates" ist es aber nun so, dass sich die beiden Protagonisten tagtäglich neu verlieben, während eine solche Beziehung zwischen "Hiatus" und meiner Wenigkeit nicht so recht entstehen will.

Der Grund, weshalb "Hiatus" ein ums andere Mal vollständig am Hörer vorbei zieht, ist relativ simpel: Was KISMET hier bieten, ist einfach die perfekte Hintergrundmusik. Irgendwo zwischen Post-Rock und Indie wandeln die Niederländer hier auf Pfaden, die ganz grob an die neueren Veröffentlichungen von THRICE oder an eine lasche Version von THURSDAY erinnern und bringen dabei vor allem eines mit: Jede Menge Musik, die man sofort wieder vergisst. "Hiatus" stört absolut nicht, wühlt absolut nicht auf und reißt absolut nicht mit.

Wenn man sich allerdings doch einmal die Mühe machen möchte und genauer hinhört, bemerkt man zweifellos einige Stärken an KISMET, wie etwa das sehr progressive Songwriting, das auch den Einsatz von exotischeren Instrumenten nicht scheut, ein gelungenes Wechselspiel aus Vorder- und Hintergrundgeschehen oder ein gewisses Maß an Abwechslung. Manchmal geben sich KISMET eher leichtfüßig und unbeschwert ("Holiday"), manchmal wird in bester MUSE-Manier eine eher bedrückende Stimmung aufgebaut ("TV on"). Zu genau hinhören sollte man hier aber auch wieder nicht, da man sonst bemerkt, dass das Album einige extreme Längen besitzt und mit "Send Me A Note" und "All Is Good" zwei Songs beherbergt, die einfach träge und totlangweilig sind.

"Hiatus" ist sicher kein katastrophales Album und wahrscheinlich kommt die CD hier etwas schlechter weg, als sie es eigentlich verdient hätte, da KISMET für ein Debüt-Album ein wirklich hohes handwerkliches Niveau zu bieten haben. Insgesamt ist es aber leider nun einmal so, dass "Hiatus" an keiner Stelle wirklich begeistern kann und dazu verdammt ist, ewig im Hintergrund herumzududeln. Letztendlich hat man es hier mit einem soliden Album zu tun, dass allerdings stellenweise furchtbar langweilig und durchweg egal ist.

Eingetragen von Werner am 03.02.2010

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Erstellt von: Werner (8. Februar 2010 - 23:09)

Das Album gibt es übrigens umsonst zum Download, auf der Homepage der Band ist nen Link...

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