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Machine Head – Unto The Locust

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Machine Head – Unto The Locust

Machine Head – Unto The Locust
Bandname: 
Machine Head
Titel der CD: 
Unto The Locust
Releasetermin: 
23.09.2011
Label: 
Roadrunner Records
URL der Label-Seite: 
http://www.roadrunnerrecords.de
Kontaktieren: 
http://www.machinehead1.com/

Es gibt aus dem Hause MACHINE HEAD wieder ordentlich einen vor die Fresse, aber so richtig direct in your face. Das für sich genommen siebte Studioalbum der Band aus Oakland um den aktuell barttragenden Frontmann Robb Flynn ist – erwartungsgemäß – nichts für schwache Nerven, zartbesaitete Ohren und vor allem nichts für Leute, die klassische Songstrukturen im Bereich 4 Min. 30 erwarten.

Die Neoausrichtung der Maschinenköpfe, welche 2003 mit „Through the Ashes of Empires“ begann und sich bei „The Blackening“ auf dem bisherigen Höhepunkt befand, wird konsequent weitergeführt. Will heißen: Mehr progressive Komplexität, weniger klassisches Songwriting. Als Beispiel kann man da recht gut den Titeltrack heranziehen, ist dieser doch bis zu einer Länge von knapp 4 Minuten ein recht überschaubarer Song mit fetten Dimebag Darrell-PANTERA-Gedächnisriffs und einem klasse Refrain. Vor gut 10 Jahren wäre dieser Song auch nur noch knapp eine halbe Minute länger gegangen, im Jahre 2011 sieht das Vorgehen MACHINE HEADs bekannterweise etwas anders aus. Mit einer ruhigen Akustikgitarre und der fantastisch dazu säuselnden Stimme Flynns wird dann nochmal richtig Fahrt aufgenommen und eine Gitarrenrifforgie veranstaltet, die scheint, als wäre sie nicht von dieser Welt. Nicht nur hier, sondern über die gesamte Albumlänge fühlt man sich, als wäre man bei einer Jamsession außergewöhnlich talentierter Musiker zugegen, die Passagen raushauen, die man tagelang nicht aus dem Kopf bekommt. So wie das auf der hohen Saite gespielte und stark an IRON MAIDEN erinnernde Instrumentalriff zu Beginn von „Be Still And Know“.

Soweit alles top! Steuert „Unto The Locust“ also die 9- bis 10 Lumpimarke an und den Titel des Metalalbum des Jahres an? Leider nein, denn dem hervorragend progressiven Technikgebolze fehlen die richtigen Killertracks bzw. Momente des Wiedererkennens. Zum Teil fand ich in diesem Bereich den Vorgänger etwas gelungener, denn „Halo“ war und ist einfach ein Aushängeschild sondergleichen. Versteht mich nicht falsch, MACHINE HEAD ziehen an den meisten Metalalben in diesem Jahr locker vorbei und „Unto The Locust“ ist wirklich gut gelungen, aber es reicht halt nicht für die ganz großen Lorbeeren. Trotzdem werden sich alle Metalheads da draußen (mich eingeschlossen) diese Platte zulegen (müssen). Man sollte schnell sein, denn der Ansturm auf die Special Edition, die mit einer DVD sowie drei Bonustracks (sicherlich zeigen Flynn, Demmel & Konsorten bei den nachgespielten Stücken "The Sentinel" (JUDAS PRIEST) und “Witch Hunt” (RUSH) ihr Können als beste Coverband weltweit) bestückt ist, wird riesig sein.

Tracklist

01. I Am Hell (Sonata In C#)
I) Sangre Sani
II) I Am Hell
III) Ashes To The Sky
02. Be Still And Know
03. Locust
04. This Is The End
05. Darkness Within
06. Pearls Before The Swine
07. Who We Are

Die Extended Edition kommt mit DVD und 3 weiteren Songs:

08. The Sentinel (Judas Priest-Cover)
09. Witch Hunt (Rush-Cover)
10. Darkness Within (Akustik)

Bewertung

(Bewertung: 8 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 8 (16 Bewertungen)

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