Mangoo - Neolithic
Zugegeben, man erwartet hinter dem Logo der Band MANGOO eher eine neue Chiquita-Bananen-Sorte des brasilianischen Hochlandes, als eine aufsteigende "Stoner"-Formation aus dem finnischen Hinterland. Sie klingen ultra-amerikanisch. Dave Wyndorf steht deutlich im Dunst der Marihuana-Schwaden als Gesangspate, schwebend über der Band, während instrumental der Weg zwischen den großen Namen des Rockbusiness gesucht und gefunden wird. KYUSS, MONSTER MAGNET, CLUTCH und hier und da ein wenig vom großen Kuchen des BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN und HAWKWIND-Erbes, auch wenn der Vergleich mehr wohlwollend als angemessen erscheinen mag. SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS stehen für die gesanglichen Eskapaden von Sänger Pickles, der aber natürlich gegen einen Chris Cornell nicht wirklich mithalten kann. Seine stimmlichen Qualitäten überzeugen vor allen bei den Midtempo-Tracks.
Musikalisch geht man mit "Neolithic" den breit ausgetrampelten Weg des Stonerrocks, mal mit mehr Poprock-Anteilen, dann sphärisch, um mit Rock und Fuzz zurück zu kehren. Als Erstlingswerk betrachtet, schafft man sich Platz in der Stoner-Rock-Schublade.
Mit den 10 Tracks auf "Neolithic" schaffen es MANGOO den "Stoner- und Fuzzrock"-Fan mitzunehmen auf einen Trip durchs Wunderland der Gitarreneffekte und ihrer nach wie vor ungeklärten und nicht abgeschlossenen Kombinationsmöglichkeiten. Delay-, Fuzz-, Chorus- und Distortion-Pedale des gut bestückten Musikerfach-Stores um die Ecke dominieren "Neolithic".
Wie sieht die grafische Umsetzung ihres Sounds aus? Eine kiffende Hyäne sorgt im Innencover der Publikation für Nachwuchs. Zwei Bedürfnisse auf einmal werden befriedigt. Die Grundidee der grafischen Gestaltung des Erstlings von MANGOO ist formuliert. Mit den Blitzen der HELLACOPTERS fühlt man sich im Innencover verbunden mit den ruhmreichen Tagen der skandinavischen Rock'n'roll-Vergangenheit von HELLACOPTERS und GLUECIFER.
MANGOO präsentieren sich, so lässt sich deutlich festhalten, bodenständig und authentisch was ihre Art von Stoner- und Fuzz-Rock betrifft. Die fünf Finnen überzeugen mehr, als dass sie Fragen aufwerfen und die zehn Songs auf "Neolithic" wirken kraftvoll und ausgewogen komponiert. 7 Lumpis sind damit mehr als wohlverdient.













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