MARILYN MANSON - The golden age of grotesque
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MARILYN MANSON - The golden age of grotesque
Gesamtkunstwerk MARILYN MANSON wechselt auch weiterhin mit jedem Album sein Outfit. Diesmal begibt sich der einstige „Antichrist Superstar" auf eine Zeitreise in die 30er-Jahre.
Das Video zu „mOBSCENE" zeigte bereits eine äußerst reizvolle Übersetzung dieser Grundidee in Bilder. Ansonsten war im Vorfeld von Saxofon-Einlagen, Dada und Vaudeville-Theater die Rede. Der Soundtrack zu Mansons Streifzug durch Varietees und Freak-Shows kann die so geweckten Erwartungen leider nicht erfüllen. Lediglich „Doll-Daga Buzz-Buzz Ziggety-Zag" macht einen entschlossenen Versuch, dem Bastard Industrial-Swing auf die Welt zu helfen. Natürlich haben Herr Warner und seine Mitstreiter ein gutes Album abgeliefert. Nur innovativ ist es eben nicht. Electropop-Anleihen mit sägenden Gitarren zu kreuzen ist nunmal beim besten Willen keine neue Idee mehr. Immerhin: Die Stücke sind eingängiger geworden, tanzbarer und kompakter.
Wäre da noch die Ankündigung, dass die Live-Umsetzung Kontroversen auslösen werde. Das klingt ein wenig, als wolle MARILYN MANSON auf Teufel komm raus Amerikas schlimmster Albtraum bleiben. Vielleicht sollte er sich lieber damit abfinden, dass „The Golden Age Of Grotesque" weder ein großes Kunstwerk noch übermäßig schockierend ist, sondern einfach ein krachiges, schmuddeliges Stück Rock'n'Roll.
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