MAROON - The Cold Heart Of The Sun
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MAROON - The Cold Heart Of The Sun
Mit "The Cold Heart Of The Sun" setzen MAROON ihren eingeschlagenen Weg, den sie schon bei "When Worlds Collide" verfolgt haben, konsequent fort. Nur dieses Mal dürften viele alte Fans noch enttäuschter sein, denn der Metal-Anteil ist dieses Mal so hoch, dass vom ursprünglichen Core eigentlich gar nichts mehr übrig geblieben ist. Während sie auf "When Worlds Collide" noch ausschließlich mit Jacob Hansen zusammen gearbeitet haben, war der dieses Mal nur für den Mix zuständig. Stattdessen holte man sich für das neue Album Alexander Dietz (HEAVEN SHALL BURN) als Produzent mit ins Boot, was sich auch gehörig im Sound bemerkbar macht. Noch ein bißchen brachialer und drückender als auf dem Vorgänger klotzen uns MAROON hier einen Metalkracher nach dem anderen um die Ohren. Gleich der Opener "(Reach) The Sun" macht unmissverständlich deutlich, wohin die Reise geht. Der Gesang faucht und growlt aus den Boxen, die Gitarren zaubern ein kreischendes Inferno, hier und da hört man einen ganz ordentlichen Death-Metal Einschlag und man könnte fast meinen, MAROON wollen einen ähnlichen Weg wie ihre Labelkollegen HEAVEN SHALL BURN einschlagen. Aber halt - weit gefehlt: Da gibt es noch gewaltige Unterschiede. Während HSB es auf die brachiale Methode geschafft haben, ein unglaublich dichtes Werk zu schaffen, wagen MAROON einen etwas anderen Weg zu gehen. Die Band versteht es ihre doch sehr deathmetal-lastigen Songs durch allerlei Feinheiten aufzufrischen. In "My Funeral Song" etwa wird das Tempo so häufig gewechselt, dass man meinen könnte, hier kann kein zusammenhängender Song mehr entstehen. Doch weit gefehlt! Dieser Song gehört sicherlich zu den Stärksten auf "The Cold Heart Of The Sun". Mit "Black Halo!" liefern die Nordhausener einen unglaublich intensiven Groover. Die Double-Bass kommt hier wunderbar energiegeladen zum Einsatz und wummert durch Mark und Bein. Zwischendurch dürfen auch MAIDEN-typische zweistimmige Gitarrensoli in den Songs nicht fehlen und tragen zusätzlich dazu bei, diese Scheibe zu dem ausgefeiltesten der Bandgeschichte zu machen.
"The Cold Heart Of The Sun" ist sicherlich das beste und stärkste Album, das MAROON in ihrer Bandgeschichte hervorgebracht haben. Von Metalcore kann hier eigentlich kaum noch die Rede sein, denn dafür sind die Songs einfach zu komplex und vertrakt. Diejenigen, die die alten Scheiben gefeiert haben und mit "When Worlds Collide" nicht warm werden konnten, werden wohl auch an "The Cold Heart Of The Sun" keine Freude haben. Für alle Metalheads gilt aber: Pflichtkauf!
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