Oomph! - Des Wahnsinns fette Beute
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Oomph! - Des Wahnsinns fette Beute
Schlägt man im Duden den Begriff OOMPH! nach, müsste dort eigentlich "das Gegenteil von authentisch" als Begriffsdefinition stehen, denn die Band von Dero und Co. war schon immer sowas wie der Antichrist der Glaubwürdigkeit. Diese Band hatte immer nur ein "Image", das aber nur wie ein Spiegelbild seiner selbst gewirkt hat. Dementsprechend schwer fällt es auch, eines ihrer Releases unter ernsten Gesichtspunkten zu betrachten; oder besser gesagt: ohne in schallendes Gelächter auszubrechen.
Der Opener von "Des Wahnsinns fette Beute" (ja, der Titel ist schon ziemlich dämlich), geht zwar weitestgehend noch in Ordnung, wenn man denn auf eine Mischung aus UNHEILIG, RAMMSTEIN und SUCH A SURGE steht, kann aber dennoch nicht im Ansatz vom Hocker hauen. "Zwei Schritte vor", der zweite Song auf diesem Album, führt dann das erste Mal zu Fremdscham, wie man ihn sonst nur von Reality-Soaps auf RTL II gewohnt ist. "Such mich find mich" ist dann leider nur noch als Soundtrack für die Dorfproleten am Auto-Scooter zu gebrauchen - die fühlen sich dann aber auch richtig hart, wenn sie mit ihren Dorfpomeranzen den Text böse mitgrummeln.
OOMPH! muss an dieser Stelle aber auch mal Respekt gezollt werden, denn dieses wirklich unterirdische Niveau ziehen sie konsequent bis zum Ende von "Des Wahnsinns fette Beute" ohne mit der Wimper zu zucken, durch. Doch nein, was ist das? "Deine Eltern" schafft es, das nicht vorhandene Niveau noch einmal kräftig in den Keller zu ziehen. Hier weiß man wirklich nicht mehr, ob das nun ein Song von den Atzen gepaart mit Dero's Gesang ist, oder ob Scooter vielleicht doch ihre Finger mit im Spiel hatten.
Genug, genug! Das hält die härteste Rockerbraut nicht aus! Den restlichen Müllhaufen müsst Ihr Euch schon selber erkämpfen. Meine Trommelfelle haben bereits angefangen, sich von meinen Gehörgängen zu lösen und packen gerade ihre Koffer. Hoffentlich kann ich sie mit ein bisschen solider, ehrlicher und handgemachter Musik von Slayer davon überzeugen, wieder an ihren Platz zurück zu kehren. Drückt mir die Daumen! Hier gibt es nur Punkte für das wunderschöne, künstlerisch wertvolle Cover, das erst in 20 Jahren in einer Liste von spiegel.de wieder auftauchen wird ...
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Kommentare
Herrlich was hier abgeht, ich muss sagen ich fand sie damals wo se "Defekt", oder wie die Platte hiess, rauskamen recht gut und dann klang alles gleich. Als se dann nen relativen guten erfolg hatten waren se endgültig scheisse.
Das hat sich bis jetzt nicht geändert.
Mädels, dieses erwähnte "Defekt" album ist bestimmt älter als ihr zusammen, deshalb kann es sein das es die ein oder andere unter euch nicht kenn.
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