Out Of Luck - Walking Down 10th Street
Out Of Luck
"Walking Down 10th Street" mit 12 weiteren Tracks der Ausnahme Psychobilly Kombo OUT OF LUCK kann man dann am Besten verstehen, wenn man das erste Release von OUT OF LUCK kennt. Zwei Alben mit einem engen Zusammenhang, fast so als hätte man ein Doppel-Album daraus machen können. Noch mal 12 weitere Tracks im gleichen Sound - sauber produziert und präsentiert - zu veröffentlichen, unterstreichen die Sonderrolle von OUT OF LUCK. Die Fähigkeit, professionell zu arbeiten und auf der anderen Seite Kontinuität im Songwriting und der Livepräsentation auf europäischen Bühnen zu zeigen, machen die drei Musiker um Karl "Cloey" K. (Up to Vegas / The Flames / Frantic Flintstones) zu einem besonderen Psychobilly-Hörgenuss. Es gibt keine größeren Überraschungen, keine Anleihen in fremden Musikrichtungen, aber auch keine negativen Ausreißer bei den Songs auf "Walking Down 10th Street". Es sind Tracks wie "Rainy Day", bei denen positiv auffällt wie eingespielt und sicher man in seinem Repertoire Songstrukturen und Instrumente kombinieren kann. Ein unglaubliches Gretsch-Gitarren-Solo rundet den Track ab. Instrumentale Tracks im Rockabilly- und Psychobilly-Gewand sollte man mit Vorsicht konsumieren, nicht so bei OUT OF LUCK und "Cold Morning In The Mountains". Eine fast Cash-mässige Instrumentalisierung mit fettem Kontrabass-Part und einer gnadenlosen Gitarre, in Soli und als dienender Unterstützung der Songstruktur, machen den Song zum zweiten Anspieltip.
Das Coverartwork im Vergleich zum ersten selbstbetitelten Album fällt eher negativ auf. Grund hierfür ist die große Ähnlichkeit. Kein Geld mehr für etwas Neues? Keine neuen Ideen mehr, als zum zweiten Male großköpfige Karikaturen der Bandmitglieder zu präsentieren?
Scheinbar war es so. Musikalisch bleibt man aber absolut auf dem richtigen Wege.
OUT OF LUCK haben mit "Walking Down 10th Street" ihre Hausaufgaben gemacht und gehen den einmal eingeschlagenen Weg des modernen Psychobillys weiter. Man erfindet sich nicht neu, eher festigt man seinen Ruf, so wie bereits erwähnt, auch auf den Bühnen der Clubs und Festivals in Europa. Das Album ist Pflichtbesitz für jeden, dem das erste Release gefallen hat. Qualität in Sachen Psychobilly setzt sich durch, dieses Release gehört definitiv dazu.














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