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Random Hand - Seething Is Believing

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Random Hand - Seething Is Believing

Bandname: 
Random Hand
Titel der CD: 
Seething Is Believing
Releasetermin: 
12.02.2012
Label: 
Bomber Music
URL der Label-Seite: 
http://www.bombermusic.com/
Kontaktieren: 
http://www.facebook.com/randomhand

Vor nicht allzu langer Zeit hatte Wes Borland, seines Zeichens Gitarrist von LIMP BIZKIT, Moralphilosoph und Chefdenker des 21. Jahrhunderts, eine Eingebung. In einem via Twitter veröffentlichten Essay stellte Borland die Verbindung zwischen musikalischer Emotion und handwerklichem Können am eigenen Instrument in Frage. Borlands Wortwahl, die in etwa „DREAM THEATER finde ich echt kacke“ lautete, war hierbei zugegebenermaßen nicht unbedingt die geschickteste, das hintergründige Argument lädt aber durchaus zur Reflexion ein: Braucht es wirklich handwerkliches Können, um emotionale Musik zu machen, oder steht ein dragonforcetastisches Gitarrengniedel-Gemächt der Aussage der eigenen Musik eher im Wege? Sind drei Akkorde manchmal einfach wirksamer als 300?

Geht es nach den britischen Ska-Punkern von RANDOM HAND, braucht es keinen Yngwie Malmsteen an der Gitarre, um gute Songs zu schreiben und auch auf einen Freddie Mercury am Gesang kann man getrost verzichten. Was nämlich auf dem dritten Album namens „Seething Is Believing“ geboten wird, ist handwerklich wirklich relativ simpel gestaltet. Der etwas nach Working Class klingende Gesang wirkt bei Zeiten etwas schief, die Rhythmus-Fraktion bleibt meist in Standards hängen und auch die Gitarren sind weit davon entfernt, wirklich anspruchsvolle Riffs zu produzieren. Und trotzdem funktioniert die Musik von RANDOM HAND, weil man merkt, dass die Band etwas zu sagen und die ein oder andere wirklich gute Idee hat.

Mit relativ simplen Mitteln, dafür aber mit dem sprichwörtlichen Herz am rechten Fleck, schrauben RANDOM HAND nämlich Hit um Hit zusammen. „Not A Number“, „Find What's Out There“, „Henchmen“ und vor allem „Bones“ sind für sich genommen einfach richtig gute Nummern, die durch ihre Eingängigkeit ebenso punkten können wie durch ihre Energie. Unter den übrigen Nummern finden sich zwar auch einige Songs, die mich nicht so recht mitreißen möchten (etwa der Opener „Tales Of Intervention“), wirkliche Filler gibt es allerdings kaum zu hören. Insgesamt stehen RANDOM HAND dabei deutlich eher auf der dreckigen „Punk“-Seite im Wörtchen „Ska-Punk“, was der Band allerdings gut zu Gesicht steht. Bestes Beispiel für das Funktionieren der musikalischen Ausrichtung ist hierbei etwa „Floating Ghosts“, das punkig angehaucht nach vorne drückt und dabei exakt solange überzeugen kann, bis man gegen Ende in langweiligen Reggae-Strukturen versackt, die nicht mehr so recht mitreißen mögen.

Alles in allem setzen sich RANDOM HAND mit „Seething Is Believing“ sicherlich kein handwerkliches Denkmal, liefern dafür allerdings ein Album ab, das durch Energie, Einsatz und Eingängigkeit überzeugen kann. Freunde von DREAM THEATER sollten sich RANDOM HAND vielleicht nicht unbedingt anhören, alle diejenigen, denen raue Drei-Akkorde-Emotionen lieber sind als das Gitarrengewichse etwa eines Tosin Abasi, sollten hier durchaus einmal ein Ohr riskieren. Ein Vertreter der „Niemand braucht eine Gitarre mit acht Saiten“-Fraktion sagt: sieben Lumpis.

Bewertung

(Bewertung: 7 von 10 Lumpis)

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