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Running Wild - Shadowmaker

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Running Wild - Shadowmaker

Bandname: 
Running Wild
Titel der CD: 
Shadowmaker
Releasetermin: 
20.04.2012
Label: 
Steamhammer/SPV
URL der Label-Seite: 
http://www.spv.de/
Kontaktieren: 
http://www.running-wild.de/

Oh schau mal am Horizont, ist das nicht die aufgegebene RUNNING WILD? Hat Kapitän Rolf die nicht 2009 in Wacken das letzte Mal in See stechen lassen? Doch, das ist sie, und ihr Befehlshaber steht wie eh und je am Steuer und kämpft sich mit der Brigg durch stürmische Metal- und Piratengewässer. Mit dem 14. RUNNING WILD-Album wagt sich Rolf Kasparek wieder in bekannte Gewässer, trotz der vorläufigen Auflösung des Projekts 2009. "Shadowmaker", so der Titel des neuen Machwerks der wiederauferstandenen Band, klingt eindeutig nach RUNNING WILD. Nichtzuletzt durch die markante Stimme von Rolf.

"Shadowmaker" ist kein Konzeptalbum, nur um das vorweg zu sagen - eher lässt es sich als eine musikalische Aufarbeitung der vergangenen RUNNING WILD Geschichte verstehen. Weniger Bombast mehr Konzentration auf handgemachten Metal, der aber nicht minder an Schlagkraft verloren hat - Balladen sucht man vergeblich. Komplett fehl am Platz ist der Song "Me and the Boys", der eher nach 80er-Jahre-Stadion-Buddy-Rock als nach RUNNING WILD klingt. Ob das beabsichtigt war oder nur ein Überbleibsel aus alten Zeiten war, schwer einzuschätzen - aber es ist definitiv fehl am Platz. Noch zwei weitere Kandidaten klammern sich an den typischen Sound, der diese Band so einzigartig macht ("Black Shadow", "Dracula") ohne viel Eindruck zu hinterlassen. Auch inhaltlich wird nicht viel Neues präsentiert - Piraten, Monster und überbordendes Selbstbewusstsein, aber das gibt es ja mittlerweile bei so vielen Bands, da fällt dies hier nicht weiter auf.

Aber weg vom "irgendwas ist ja immer" hin zu dem, was dieses Album hörenswert macht: eigentlich der ganze Rest. "Piece of the Action", "Riding on the Tide", der titelgebende Track "Shadowmaker", "I Am Who I Am" und "Locomotive" machen ordentlich Dampf und versetzen einen in die gute alte RUNNING WILD Zeit zurück, wo einfach brachial auf alles losgestürmt wurde, was sich nicht felsenfest hinter hohen Mauern verbarrikadiert hat.

Dem Album hat die große Reduktion auf Gitarre, Bass und Schlagzeug gut getan, denn man muss nicht Keyboards und Synthies bemühen, um gut produzierten Sound abzuliefern. Auch wenn man wieder um den Klang und Herkunft des Schlagzeugs unken sollte, gut produziert klingt gut produziert. Wie bereits erwähnt, macht "Shadowmaker" als eine RUNNING WILD Retrospektive und Ausblick in unbekannte Gefilde eine gute Figur und sei Neueinsteigern empfohlen, die sich trauen wollen, einmal tiefer in das Wirken von Kapitän Rolf einzusteigen, ohne sich gleich durch die Vorgänger-Alben zu graben. Alteingesessene Fans machen mit dem Erwerb von "Shadowmaker" keinen Fehler und werden den typischen RUNNING WILD Sound schnell wiedererkannt haben.

Tracklist

01. Piece Of The Action
02.Riding On The Tide
03. I am Who I am
04. Black Shadow
05. Locomotive
06. Me & The Boys
07. Shadowmaker
08. Sailing Fire
09. Into The Black
10. Dracula

Bewertung

(Bewertung: 7 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 9 (28 Bewertungen)

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