Strawberry Blondes - Fight Back
Strawberry Blondes
Es sind dann doch die eher seltenen Momente, bei denen vorschnell bereits zu unrecht aufgebaute Vorurteile zerschmettert werden. Die Erwartung, angepassten, kommerziellen Bravo-Punk serviert zu bekommen, tritt bei diesem Album nicht ein und anstatt kritisch den Stift zur Kritik an Einheitsbreimucke zu spitzen, läuft Punkrock ohne gähnende Langeweile. Der zweite Eindruck ist der wesentlich Tiefere. Sauberes Songwriting, spannende Arrangements und gesunde Aggressivität stehen stellvertretend für das zweite Album "Fight Back" der Briten STRAWBERRY BLONDES. Der Name scheint Programm. Fünfzehn Tracks umfassend, bieten die drei Briten melodiösen Punkrock, unter zuhilfenahme von rotzigem Gesang, dreckigen Backings und 1-2-3-4 Songs unter 3 Minuten Länge. KING DJANGO Sänger der SKA Legende STUBBORN ALLSTARS (auf "Manners And Respect") und JOEY LA ROCCA/THE BRAGGS (auf "Goodbye Inspiration") helfen stimmgewaltig aus.
Zugegeben, "Fight Back" besteht aus relativ simplen Zutaten, sowohl musikalisch als auch textlich. Musikalisch, weil ein Trio-Melo-Punkrock-Sound eben aus eingespieltem Bass-Schlagzeug und runden Melodien wie aus der Feder von den DONOTS, BAD RELIGION, NOFX, BLINK 182, GREEN DAY, THE OFFSPRING oder 5BUGS besteht. Textlich, weil die Inhalte lediglich den beengten Horizont eines mehr oder weniger politisch aktiven Punks und seines Mikrokosmos wiedergeben.
STRAWBERRY BLONDES verbinden diese beiden Elemente jedoch zu einem authentischen musikalischen Album, mit dem sie sich vom durchschnittlichen rein kommerziellen Punk absetzen können. Anspieltips: Track 2 "Fight Back" und Track 11 "Out Of Luck". "Wolverine Records" aus Duisburg, soviel sei abschließend gesagt, taten gut daran, das britische Trio zu signen - ob sie noch in den Punkrock-Olymp aufgenommen werden, oder nicht, so wie im Presseinfo bereits attestiert, bleibt abzuwarten.














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