TAINT - The Ruin Of Nová Roma
TAINT
Im Jahre 1994 in South Wales formiert, sind TAINT im Jahre 2006 gestärkt durch ein beachtliches Album mit dem Titel „The Ruin Of Nová Roma“ unterwegs. Metal, Punk, Thrash, Prog-Rock und Kompositionen, aus denen nicht hervorgeht, dass hier „nur“ drei Musiker am Werke sind füllen „The Ruin Of Nová Roma“. Chris West (Bass), Alex Harries (Drums) und James Isaac (Guitar und Vocals) stellen als Trio unter Beweis, auch Werke von höher besetzten Gruppen in den Schatten stellen zu können. Um das klar zu stellen: Hier finden sich keine überflüssigen chartorientierten Popmetal-Klänge, keine übertriebenen Kompositionen mit dem Blick auf das schnell gemachte Geld der Käufer. Aus einem rohen, trockenen Intro in brachialer Form mit knallharten Breaks, entwickelt sich ein geschliffener Diamanten-Track („I´m going to kill Henry Ford“). Härte, kompromisslose Vielfalt an Stilen und ein grandioses Songwriting zeichen die Scheibe aus. Das da ein Song schon mal die 7:00 Minuten Grenze überschreitet, ist nicht mit gähnender Langeweile verbunden, sondern mit einer Vielzahl Ideen, Breaks, rockender Teile und unterm Strich Spielfreude, ohne nach zwei Minuten wieder von Vorne anzufangen. Die zehn Songs sind nichts fürs „nebenbei anhören“ und können im Negativen als anstrengend oder dominierend bezeichnet werden.
Zugegeben: Die Lieder erfordern ein Großmaß metallischer Vorbildung und Freude an Sounds, die den Horizont „Rock“ aber auch „Metal“ überschreiten. Wem NEUROSIS was sagt und wen HOT WATER MUSIC, RAGE AGAINST THE MACHINE oder KING CRIMSON nicht zum Cd-Wechsel animieren, der ist hier goldrichtig aufgehoben. Waren TAINT im April 2005 noch auf großer Europa Tour, so bekommt man das Trio hoffentlich schon bald wieder auch auf deutschen Bühnen live zu sehen. Warten wir´s ab, bis dahin schon Mal 7 Lumpis.













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