The Dangerous Summer - War Paint
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The Dangerous Summer - War Paint
Es war mir bislang trotz unzähliger schlechter Rezensionen, die ich schon über Pop-Punk-Bands geschrieben habe, nie wirklich bewusst, wie der Aufbau des Genres eigentlich genau aussieht. Langsam dämmert es mir aber deutlich, dass es eine klare Zweiteilung gibt. Auf der einen Seite stehen generische, auf Airplay gebürstete Klone wie SPARKS THE RESCUE, THE AUDITION oder THERE FOR TOMORROW, die kein gutes Album zustande bringen könnten, wenn das Leben ihres 25-köpfigen Produzententeams auf dem Spiel stehen würde. Auf der anderen Seite des Genres stehen dem die guten Bands gegenüber, die in ihrer Musik echte Emotionen verarbeiten und wirklich etwas zu erzählen haben. Beispiele hierfür sind etwa JIMMY EAT WORLD, FIREWORKS, MAN OVERBOARD oder eben auch THE DANGEROUS SUMMER.
Allerdings ist „War Paint“ sicherlich kein klassisches Pop-Punk-Release geworden, was auch verdammt gut so ist. Neben den genannten Bands schwingen bei den vier Amerikanern, die hier ihren zweiten Longplayer vorlegen, häufiger Ähnlichkeiten zu Bands wie MAKE DO AND MEND, ANGELS AND AIRWAVES, BRAND NEW oder THE JEALOUS SOUND mit, wodurch sich „War Paint“ letztendlich komfortabel zwischen die Stühle „Alternative“, „Post-Hardcore“ und eben „Pop-Punk“ setzt. Klingt abwechslungsreich? Ist es auch.
In elf Songs auf „War Paint“ präsentieren THE DANGEROUS SUMMER ein immenses Spektrum an Emotion, geben sich mal nachdenklich, mal optimistisch, aber immer absolut liebenswürdig und gänsehauterregend. Alle Elemente der Musik fließen organisch zusammen und bauen eine ehrliche, authentische und absolut mitreißende Atmosphäre auf, die in ihrer Essenz unglaublich positiv und lebensbejahend wirkt, dieses dem Zuhörer allerdings nicht mit dem Holzhammer eintrichtern möchte. THE DANGEROUS SUMMER machen Musik, die unabhängig aller sonstigen Umstände einen guten Tag garantiert, wenn man sie bereits morgens beim Frühstück anhört. Musik, die schlechte Stimmung sofort zu vorsichtigem Optimismus werden lässt und die das wohlige Gefühl von „Heute könnte ich die ganze Welt umarmen“ tausendmal besser verkörpert als jede Ska-Band. Darüber hinaus funktioniert „War Paint“ mit jedem Durchgang ein wenig besser, wird in seiner Stimmung immer nachvollziehbarer und entlarvt bei mehrmaligem Hören auch diejenigen Songs als absolut gelungen, die man beim ersten Mal noch überhört hatte.
Hätte es die Konkurrenz dabei belassen, einen Übersong wie „No One's Gonna Need You More“ neben elf Lückenfüller zu stellen und das ganze als Album zu releasen, reiht sich auf „War Paint“ Hit an Hit. „Siren“, „World In Progress“ oder „Miscommunication“ sind hier nur einige exemplarische Anspieltipps eines Albums, das schon jetzt zu den absoluten Highlights dieses Jahres zählen würde, wenn es nicht bereits 2011 erschienen wäre.
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Kommentare
Besser spät als nie, hm? :)