These Are They - Who Linger
Chicago Death Metal - So proklamieren die US-Boys THESE ARE THEY nunmal gar nicht dezent ihren myspace-Auftritt und haben eine dicke Buchse an, in die selbst Rainer Calmund kaum reinpassen würde: Ein ziemlich cooles Logo (braucht man ja auch, wegen dem Wiedererkennungswert), ein professionelles Artwort nebst ebensolcher Produktion für ihr Debütalbum "Who Linger" und böse Death-Metal-Minen auf Promofotos. Man könnte meinen, hier kommt das neue Deathmetal-Zugpferd, der neue Michael Schumacher des Todesbleis. Ist klar, wer so draufhaut, der muss erstmal zeigen, was er kann:
Nachdem der wirklich gelungene Introopener "Ascension" den Hörer aufhorchen lässt, offenbaren die Folgetracks dann allerdings schnell die Schwächen der sonst so professionell wirkenden Band. Der erste reguläre Song "When the Voices Sound Deadly" plätschert langweilig vorbei und man kann nur bedingt Positives über den eingängigen Refrain loswerden. Auch die weiteren Tracks des Albums verlaufen eher nichtssagend, nur an einigen Stellen wird das stetige Einlullen für kurze Zeit von metallischen Momenten des Glückes unterbrochen, so gefällt der ruhige Part des über 6 Minuten langen "The Indweller" und auch das Nackenschwingerriff beim Refrain des Songs. Insgesamt erinnert der musikalische Output auch so gar nicht nach Amerika, sondern man vermutet hinter TAT eher eine britische Band, denn es fallen Parallelen zu BOLT THROWER oder auch BENEDICTION auf. Allerdings kommen THESE ARE THEY nicht annähernd so kantig und brutal daher wie die britische Deathmetalwalze aus Coventry.
Summa summarum ist "Who Linger" nicht der wirklich große Wurf und nur für absolute Die-Hard-Fans von THESE ARE THEY oder HC-Todesmetallersammlern empfohlen, die jede Veröffentlichung des Genres im Schrank stehen haben müssen.












Kommentare
Kommentar hinzufügen