Thrice - The Alchemy Index Vol. I & II - Fire & Water
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Thrice - The Alchemy Index Vol. I & II - Fire & Water
THRICE sind eigentlich für Alben bekannt, die ganz artig funktionieren: Es gibt ein gutes Dutzend Songs, in drei Minuten langen Paketen verschnürrt, irgendwo zwischen Hardcore und Emo, mit einer eigenen Neto und immer einer Portion Dramatik - so wie es Produzenten eben mögen. Mit dem Vierteiler "The Alchemy Index" stellen sich THRICE selber auf den Kopf und lassen sich mit den vier Elementen als gewählte Überschrifen mit je einer Ep aus.
Mit "Fire" und "Water" wagt die US-Band den Anfang, den gleichzeitigen Abschied vom Major Universal mit dem verbundenen Wechsel zu Vagrant Records. "Fire" , da lügt die Promo-Info nicht, ist der Teil der beiden Elemente, der am ehesten an die bekannten THRICE erinnert. Doch auch hier ist die Veränderung, die die Band wagt, sehr deutlich. Bisherige Fans werden THRICE sicherlich wiedererkennen. Doch die Zeiten mit klar strukturierten Hits zum Mitsingen ist zumindest mit diesem Projekt vorbei. Statt dessen zeigen sich THRICE laut und Noise-lastig. Die sechs Songs, in denen sich THRICE ergießen, werden zu einem atmosphärischen, düsteren und heftigen Vulkanausbruch. Die Erde wird zur Hölle. Ähnlich atmosphärisch ist "Water", musikalisch aber etwas ganz anderes. Ein wenig fühlt man sich mit dieser Ep an eine Tauchreise in das blaue Reich erinnert, bei der immer wieder Sonnenstrahlen durch das Wasser brechen. Mit wenig Tempo und Gesang lassen sich THRICE fast treiben, vergessen dabei jegliche Strukturen von Raum und Zeit.
Die ersten beiden Kapitel von "The Alchemy Index" sind keine Kost für nebenbei. Hits für die Tanzfläche sucht man hier vergebens. Im Gegenteil: Man will sich hinsetzen und in Ruhe zuhören. Spätestens jetzt dürften THRICE den Beweis ihres Ideenreichtums ebracht haben.
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