In-Your-Face.de

True - Still Life

Sie sind hier

True - Still Life

True - Still Life
Bandname: 
True
Titel der CD: 
Still Life
Releasetermin: 
01. März 2010
Label: 
Geenger Records
URL der Label-Seite: 
http://geengerrecords.com/
Kontaktieren: 
http://www.myspace.com/truezrud

TRUE aus Kroatien sind anders als die anderen dreckigen Kinder, die draußen im Dreck spielen. Nicht weil sie aus Kroatien kommen, sondern weil sie Hör- und Sehnerv gleichermaßen auf das Heftigste penetrieren. Der erste Blick fällt ganz klar auf das Cover-Artwork, auf dem ein riesiger Hund sich an einem gehäuteten Kuhkopf vergeht, alles schön sauber illustriert, in lebendigen Farben. Was will einem solche Geschmacklosigkeit sagen?

Wirft man nach dem ersten Schock die CD ein und drückt auf Start, kommt ein Chor aus den Lautsprechern, der durch ruhiges Schlagzeugspiel untermalt wird und sich zusammen mit einer Ukulele zu einem Sturm formiert, der aber nicht los bricht. Das war die zweite Warnung, denn mit dem zweiten Song bricht der endgültig Orkan los. Eine 9-minütige Grindcore-Orgie bricht auf einen herein, unterbrochen wieder durch ein Teilstück mit der Tambura. Die folgenden drei Songs sind kurz und bündig, bevor es zweimal orgiastisch weitergeht. Und immer wieder diese Tambura, die TRUE ins Feld führen. Diese bringt eine Menge Stimmung in die Songs. Zusammen mit den fett verzerrten Gitarren entsteht die lebendige Vorstellung, wie der Sensenmann durch die Schlachtfelder und Schlachthäuser dieser Welt wandelt und mitnimmt, was er kriegen kann. Und siehe da, wir haben die Klammer zum Artwork gefunden, überall tote Tiere, pervers ausgeweidet und zur Schau gestellt. Und auf der Rückseite die Trauben, die wir uns füttern.

Zurück zu dem, was an musikalischen Eindrücken TRUE verbreiten. Von den verzerrten Saiteninstrumenten war bereits die Rede. Dazu gesellen sich zwei grunzende und growlende Mannen an den Mikrofonen, die wahrscheinlich über Kadaver und Gemetzel sinnieren. Texte sind leider nicht mit geliefert. Der schwache und monotone Sound lässt einen an die frühen BOLT THROWER denken, die es damals auch ordentlich krachen ließen.

Insgesamt ist "Still Life" ein sehr eigenständiges Album, das im Fegefeuer zwischen Grindcore und Crustpunk sein Schattendasein fristet. Der Mut, traditionelle und folkloristische Instrumente in solch einen Lärm zu integrieren und trotzdem einen fast schon vergessenen Sound wieder zu beleben, sollte durch Kauf oder mindestens eine Hörprobe belohnt werden.

Tracklist

Bewertung

(Bewertung: 8 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 8.5 (2 Bewertungen)

Weitere Infos zu

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare

Shop

Das neue IYF-Merch - jetzt vorbestellen