Typhoon Motor Dudes - Stranded in Hell
Typhoon Motor Dudes
Es gibt Bands, die tummeln sich schon seit gefühlten Aeonen in der Punk-Szene. Regelmäßig tauchen sie als Vorbands von namenhaften Bands auf und regelmäßig hat man eine neue Scheibe auf dem Tisch. Sie werden nie so richtig abgefeiert, stehen nie so richtig im Fokus, aber es ist einfach gut zu wissen, dass man sich auf sie verlassen kann, denn sie liefern konstant gute solide Punkrock-Kost ab.
Die TYPHOON MOTOR DUDES rocken wie immer schnörkellosen Punkrock der alten Ami-Schule raus und auf „Stranded in Hell“ wird man oft an die wunderschöne Scheibe von MARKY RAMONE & THE SPEEDKINGS erinnert. Zwölf mal fließt heißer Treibstoff durch den 4-Zylinder-Motor, der das Blut gehörig in Wallung bringt. Routiniert und homogen ist der Sound der Maschine, die unter der Haube röhrt. Der große Pluspunkt der Songs ist der, dass sie so ziemlich jeden Trend links liegen lassen und damit zu jeder Stimmung und noch besser auch in 10 Jahren noch rocken. Highlights kann man keine großen ausmachen, mein Anspieltipp ist das mitreißende „No Reason“ und der emotionale Rausschmeißer „Play along“. Die Texte sind ebenfalls besser als der Durchschnitt und beschäftigen sich mit den Unzulänglichkeiten des Lebens, ohne die immer wieder verwendeten Mantras vom Scheiß-Leben zu wiederholen. In diesem Fall haben sich die Kieler schon ein wenig Gedanken gemacht, die kehlig und rotzig mit passenden Chören vorgetragen werden.
Ein simples und düsteres Artwork rundet das aktuelle Werk der TYPHOON MOTOR DUDES ab, das somit den Status Kiels als Hardcore-Metropole wiedermal untermauert.








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