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VIZA - Carnivalia

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VIZA - Carnivalia

VIZA - Carnivalia
Bandname: 
VIZA
Titel der CD: 
Carnivalia
Releasetermin: 
10.12.2011
Label: 
Architects of Melody
URL der Label-Seite: 
http://architectsofmelody.com
Kontaktieren: 
http://www.experienceviza.com

Man nehme Weltmusik, werfe Gitarrenriffs hinein, verrühre das Ganze mit Balkan-Beats und verfeinere Alles mit poetisch-hintergründigen Texten. So oder so ähnlich klingt der Beipackzettel zum dritten Studioalbum, der aus Los Angeles stammenden Band VIZA.

Mit sieben Musikern möchte man meinen, dass aus dem Lautsprecher nur ein Soundbrei herauskommt, aber weit gefehlt, hier werden armenische, griechische, libanesische und spanische Einflüsse zu einer Mischung verarbeitet, die sehr schwer in Kategorien einzuordnen ist. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als "Experimental Rock". VIZAs "Carnivalia" wurde von Jared Lee Gosselin (D12, MACY GRAY) in Frank Zappas UMRK Studios aufgenommen. 

Nach Selbstaussage der Band ist das Album von SYSTEM OF A DOWN inspiriert worden, kein Wunder, denn VIZA sind bei Serjical Strike Records unter Vertrag, dem Plattenlabel des SoaD-Sängers Serj Tankian.

Zur Sache: bei "Canivalia" macht sich spätestens nach dem ersten und titelgebenden Song ein Gefühl von "O.K., zeigt mal was da noch kommt!" breit – Tempiwechsel, Gitarren-Riffs, die eigentlich in den Metalbereich gehören, ein Hauch von Surfmusik und das melancholische Urduk-Spiel. Der Eindruck komplett verloren auf einem großen Jahrmarkt zu stehen, während um einen Musiker, Händler, Künstler und Frauen herumwuseln, macht sich breit. Das Marktprinzip kann auf das gesamte Album übertragen werden, an jeder Stelle hört man Dinge, die man in dieser Kombination noch nie gehört hat. Durchgewirbelt und durch die Menge gezerrt bei "Hourglass", "Shall We Reign Dance" und "Everybody Wants Money", verschwitzt, zum Verschnaufen niedergesetzt bei "Things Are Awkward", "Viktor's Sister" und "Meet Me At The Troubadour". Doch sobald es ruhiger geworden ist, fängt schon das nächste Lied an am Bein zu zupfen und will einen auf die Tanzfläche zerren. Balkanbeats und Ska werden bei "A Magic Ladder" und "Tricky Tricky" serviert und man ist endgültig in der Welt von VIZA versunken. Und alles immer begleitet von geheimnisvollen Texten, die noch mehr Tiefe versprechen lassen als hinter den Jahrmarktzelten zu erahnen ist.

Mit "Carnivalia" schaffen VIZA ein noch komplexeres Album als sie es schon mit dem Vorgänger "Made in Chernobyl" geschafft haben. In VIZAs Musik findet man alles, was man kennt und viel Neues auf aussergewöhnliche Art miteinander kombiniert. Interessant ist, daß VIZA sich mit ihrer Musik (und "Carnivalia" im speziellen) in keine Schublade pressen lassen und fröhlich drauf los alles durcheinanderwirbeln, um am Ende ein rundes Album zum mehrmaligen Hören abliefern.

Bewertung

(Bewertung: 8 von 10 Lumpis)

Leserbewertung

Eigene Bewertung: Keine Average: 9.6 (16 Bewertungen)

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Kommentare

Bild des Benutzers Tom aus Bremen

Ich habe VIZA in Köln gesehen und das neue Album schon geschätzte 200 Mal gehört. Fazit: Ein musikalisch super gemachter, dicker Ohrwurm, der sich in deinen Kopf frisst, um dort noch 11 weitere Ohrwurm-Larven abzulaichen!!!

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