Yucca - Make Up
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Yucca - Make Up
Beim Quintett YUCCA aus Nürnberg hat sich mit der zweiten Veröffentlichung „Make Up“ eine beachtliche musikalische Weiterentwicklung eingestellt. Bestand das Debüt „A Different Time In A Different Place“ noch aus Post-Punk Nummer die mit elektronischen Einflüssen angereichert wurden, so haben auf dem neusten Werk „Make Up“ die Synthies und Sequenzer klar die Oberhand gewonnen und die elektronischen Songs kommen verfrickelter und vielschichtiger als bisher rüber.
Die Nürnberger hatten am Anfang der Aufnahmen kein genaues Konzept, wohin die Reise gehen sollte, es war nur klar, dass die zweite Veröffentlichung keine einfache Kopie des ersten Albums werden sollte. Zuerst gab es nur den neu gebastelten Schlagzeug-Rhythmus, alles Weitere sollte sich später entwickeln. Als Ergebnis kam ein abwechselungsreiches und mit reichlich Tiefgang ausgestattetes Album heraus, auf dem die Band auf tolle Hooks in den Songs und perfekt arrangierte Melodien zurückgreifen kann. Jeder der zehn Songs klingt individuell und spiegelt die jeweilige Gefühlslage des Songwriters wieder. Hervorheben könnte man die Stücke „Ordinary Road“ oder „Gloomy Alleyway“, die ein gewisses Hitpotential besitzen. Bei dem Gesang wird wieder auf den bewährten Doppelgesang gesetzt und die Gitarren treten etwas in den Hintergrund, um den elektronischen Spielereien mehr Raum zu geben. Produzent Oliver Zülch der schon erfolgreich mit SLUT oder THE NOTWIST zusammengearbeitet hat, war auch bei der zweiten Platte von YUCCA mit von der Partie.
Elektronische Pop-Musik mit schickem „Make up“ wird auf der aktuellen Veröffentlichung von YUCCA perfekt in Szene gesetzt. Die zehn Stücke strahlen eine Gelassenheit aus und selbst die sphärischen Klänge klingen auch nach mehrmaligen Hören nicht langweilig. Über den veränderten Sound wird der erstaunte Fan schnell hinwegkommen, denn gerade bei den energischen Live-Auftritten der Band dürften die neuen Stücke durch das visuelle Zusammenspiel von Licht und Ton überzeugen.
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