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GAME SPECIAL: "Uncharted III: Drake's Deception"

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GAME SPECIAL: "Uncharted III: Drake's Deception"

GAME SPECIAL: "Uncharted III: Drake's Deception"

Es ist Ironie der Geschichte, dass die "Uncharted"-Games meist zeitgleich mit "Batman"-Games erscheinen. "Uncharted II" kam 2009 parallel zu "Batman: Arkham Asylum" auf den Markt und der dritte Teil von Sonys Actionadventure konkurriert nun mit "Batman: Arkham City". Macht aber nichts, denn "Uncharted" muss den Vergleich mit den Fledermausmann-Games wirklich nicht scheuen, denn Sony Computer Entertainment emanzipiert sich spätestens mit diesem dritten Teil vom Restmarkt. Die Gründe dafür: eine sehr gute Story, eingängiges Handling der Spielsteuerung und eine tolle Grafik.

Dabei ist der Aufbau dieser eigenen Identität von "Uncharted" durchaus bemerkenswert. Schließlich reden wir hier über ein Spiel, das nur für Sony-Systeme angeboten wird. Während die meisten anderen Games also wenigstens die technische Voraussetzung mitbringen um über das Gespielt-werden auf Xbox, PC und anderen Konsolen weit verbreitet zu werden, grenzt Sony die Vertriebsmöglichkeit von "Uncharted" selbst ein. Umso erstaunlicher, dass die Abenteuer von Nathan Drake derart beliebt sind.

[img_assist|nid=24487|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=125]Drake, bekanntlich Protagonist der "Uncharted"-Reihe, ist von Beruf her Schatzsucher und im dritten Teil auf der Suche nach dem "Atlantis des Sandes", auch bekannt als die verschwundene Stadt Iram, der Lawrence von Arabien ihren bedeutungsschwangeren Kosenamen gab. Wer "Uncharted" kennt ahnt aber schon, dass Drake natürlich nicht auf dem kürzesten Wege dorthin gelangt. Im Gegenteil, seine Reise geht weder Schnurrstracks noch problemlos von statten: Auf dem Weg nach Iram nimmt er diverse Umwege über Europa (u.a. London und Paris) und eilt durch die größte Sandwüste der Welt, Rub al-Khali, die sich am Grenzverlaufs des Jemens, Saudi-Arabiens, des Omans sowie der Vereinigten Arabischen Emirate erstreckt.

Diese Umwege sind nötig, weil es Drake und sein Mentor Sully immer wieder mit findigen Schurken aufnehmen müssen, die nur eines im Sinn haben: das Duo daran zu hindern voran zu kommen. So ist Katherine Marlowe, Anführerin eines okkulten Ordens, der größte Widersacher der zwei. Ihre Männer sind beiden, bzw.: euch, andauernd auf den Spuren und stets drauf bedacht zu schießen, zu schlagen und euch fieseste Fallen zu stellen.

Kenner von "Uncharted II" werden hierin schon den Kernunterschied zwischen beiden Games sehen. Im zweiten Teil hatten Drake und Sully unzählige Feinde und das zentrale Thema des Games war "Misstrauen", da Drake sich ja gerade auf niemanden mehr verlassen konnte. Die Linie zwischen Freund und Feind ist bei "Uncharted III" klarer, denn es sind nun wieder Drake und Sully, die gegen das Böse kämpfen, das in diesem Game relativ klar umrissen ist.

[img_assist|nid=24488|title=|desc=|link=node|align=left|width=200|height=112]Darüber hinaus ist der dramaturgische Aufbau von "Uncharted III" wieder deutlich mehr am allerersten Teil der Serie orientiert. Sprich, Naughty Dog haben die Kampfszenen mitunter deutlich gestreamlined und weniger komplex designed als bei "Uncharted II". Hier poppten ja mitunter hunderte Gegner in einer Kampfszene auf, deren Zahl allein schon so mächtig war, dass man sie kaum besiegen konnte. Böse gesagt verlangten diese Passagen ein einfaches Draufhalten und kein pfiffiges Problemlösen mehr (wie im ersten Teil, der sehr an Indiana Jones erinnerte). Im dritten Game ist das gewitzte Nachhaken und Ausprobieren nun wieder stärker gefordert. Klar, Ihr kommt nicht drum rum auch mal drauf zu hauen und zu schießen, aber die Menge an Gegnern, die einem an einzelnen Stellen übermannen ist wieder angenehm reduziert worden.

[img_assist|nid=24489|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=112]Letztlich, aber von zentraler Wichtigkeit, ist die Grafik von "Uncharted III" wieder ein absolutes Highlight! "Uncharted II" hatte schon sehr schöne, cineastische Sequenzen und bei "Uncharted III" sind sie noch ausladender. Das gesamte Gaming wird so in eine ausführlich erzählte, übergeordnete Story eingebettet, die unterhaltsam, spannend und gut gemacht ist.

Kurzum: die Entwickler von "Uncharted" haben alles richtig gemacht – der Spielwitz ist durch weniger stumpfes Schießen und die Anforderung, pfiffig zu sein, wieder gestiegen, die Gesamtgeschichte passt genau in die "Uncharted"-Serie und die Grafik nimmt Euch in jedem Spielmoment mit. Wer also Weihnachtsgeschenke für sich selbst oder den gamenden Freundeskreis sucht, sollte in jedem Fall zugreifen.

Uncharted 3 "Drake's Deception" - Trailer

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