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Movie Special: "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2DVD)

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Movie Special: "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2DVD)

Movie Special: "Harry Potter und der Halbblutprinz" (2DVD)

Vor rund zwölf Jahren begann der ganz große Coup der Joanne K. Rowling: Ihr erstes Buch "Harry Potter und der Stein der Weisen" erschien 1997 in England und war die Initialzündung einer weltweiten Begeisterungswelle, der sich keiner so richtig widersetzen konnte. Denn Kinder, Heranwachsende jeglicher Szenen, deren Eltern und Großeltern waren schnell in den erzählerischen Bann Rowling's geraten. Mit Harry Potter hatte sie einen sympathischen Fratz von Protagonisten geschaffen, der, ausgestattet mit Weltrettungsauftrag, großem Herz, manchmal drolliger Tollpatschigkeit und treuen Freunden, die Herzen seiner Fans im Sturm eroberte.

Kein Wunder also, dass die Potter-Saga in sechs Folgebänden detaillierte Fortsetzungen fand und sechs dieser sieben Bücher auch bereits verfilmt wurden. "Harry Potter und der Halbblutprinz" ist die sechste und jüngste verfilmte Potter-Story, die, wie ihre fünf Vorgänger auch, begeistert.

[img_assist|nid=15164|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=160]Das liegt vor allem daran, dass dem Team um Regisseur David Yates und Drehbuchautor Steve Kloves eine schwere Aufgabe sehr gut gelungen ist: Die Entwicklung der Geschichten vom kindergeschichtenhaften hin zur ernsten Erzählung überzeugend abzubilden. Dies ist schwierig, weil Harry Potter (Daniel Radcliffe), Ron Weasley (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) im "Stein der Weisen" als neugieriges Grundschüler-Trio starteten, deren Abenteurer bestenfalls halbernst waren, weil die Welt der Kleinen zwar gewissen Bedrohungen ausgesetzt war, insgesamt Witz und Niedlichkeit aber die Bücher und Filme dominierten. Spätestens mit "Harry Potter und der Feuerkelch" kippte die Story aber ins Ernste: Harry und Co. waren erwachsen(er) und so verschwanden Witz und Spielerei im Abseits der Erzählungen. Düstere Geschichten, Ernst und Lebensbedrohung wurden hingegen der zentrale Bestandteil der nun folgenden Potter-Stories, zu denen auch "Harry Potter und der Halbblutprinz" zählt.

[img_assist|nid=15165|title=|desc=|link=node|align=left|width=200|height=160]Das tolle an diesem Film ist, dass er die dunkle Grundstimmung und den ernsten Charakter seiner Buchvorlage sehr gut wiedergibt. Im Gegensatz zu vorherigen Potter-Filmen wird hier nämlich weniger auf actiongetränkte Auseinandersetzungsszenen zwischen Potter und Alliierten auf der einen sowie Lord Voldemort, der Potter seit eh und je ans Leder will, und seinen Verbündeten auf der anderen Seite gesetzt. Zweifelsohne, Voldemort raubt dem umtriebigen Protagonisten auch im sechsten Film den Schlaf, weil der Einfluss des bösen Magiers auf der ganzen Welt wächst, sich nach und nach auch innerhalb der Mauern von Hogwarts ausbreitet und er London schon fast für sich gewonnen hat. Trotzdem wird dies im Film weniger durch actionreiche Scharmützel erfasst, denn durch bedrohliche und intensive Stimmungen. Ergo, das Erlebnis der Bedrohung durch Voldemort ist im fünften Sequel der Potter-Reihe subtiler und intensiver als in den Vorgängerfilmen, was insbesondere diesen Film aus der Harry Potter-Reihe heraus hebt.

[img_assist|nid=15166|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=160]Diese Stimmungen werden in "Harry Potter und der Halbblutprinz" dadurch noch weiter aufgeladen, dass Potter selber nicht mehr ganz Herr seiner selbst ist. Die Pubertät macht Harry zu schaffen; er weiß nicht recht vor noch zurück, auch, weil die Reize des anderen Geschlechts seine klare Sicht auf die Dinge vernebeln. Dass ihm obendrein dämmert, dass er die Welt vor der Übernahme Voldemorts bewahren muss, macht ihm das Leben nicht leichter.

Insgesamt hat man hier also einen Helden, der an der Kante einer kleinen Persönlichkeitskrise entlang schabt und eine Bedrohung, die immer stärker zu werden scheint. Beides zusammen lädt den Film mit intensiven Stimmungen auf, die hier ein ums andere Mal in tolle, düstere Passagen und Erzählstränge übersetzt wurden. Sie machen klar, wie spannend Harry Potter-Geschichten sein können und dokumentieren außerdem, wie gut es dem Regisseurenteam geglückt ist, aus Kindergeschichten ernste Stories wachsen zu lassen, bei denen man auch dann mitfiebern darf, wenn eben noch die neue SLAYER lief.

Kommentare

Bild des Benutzers Werner

<p>Also nichts gegen dich, LKW, aber im Moment schäme ich mich fast ein bischen, hier zu arbeiten....:-/</p><p>Ich spiele ja ungerne die Szene-Polizei, aber Harry Potter ist kein Hardcore! Ich sehe in Zukunft schon Leute sagen "In Your Face? Ich hab' aufgehört, das zu lesen, als die mit Harry Potter angefangen haben" ;)</p>

Bild des Benutzers Westpole

Nu mal doch nich gleich den Teufel an die Wand! ;)
Bisschen mehr Weitblick is doch gute Werbung für´s Magazin! Außerdem, welches Musimagazin in den Rahmen, bietet seinen Lesern schon solch eine Verlosung an? :)

Bild des Benutzers Hans-A-Plast

Ey Werner, nu lass mal die Kirche im Dorf!
Ich gehöre auch zu der Fraktion, die Harry Potter immer scheisse fanden, bis ich dann mal einen Film im Fernsehen angeschaut habe. Seitdem hat mich das Virus "Harry Potter" ebenfalls infiziert. Ich schätze mal, du hast noch nie ein Buch oder einen Film aus der Reihe gelesen oder gesehen und haust hier erstmal 'ne Pauschal-Kritik raus.
Ich find es klasse, dass hier über den Tellerand geschaut wird! Guter Artikel!

Hans A.: Hauptsache Hansa, alles andere ist euer Bier!

Bild des Benutzers Freakomania

Der Film ist absolut sehenswert!

Bild des Benutzers lias_world

film kenne ich noch nicht. aber das buch ist auf jeden fall lesenswert!
ich finds übrigens gut, dass hier hin und wieder etwas andere themen stattfinden. erfrischend und interessant!

Bild des Benutzers Werner

<p>Also Leute, es tut mir leid, ich glaube, mein erster Kommentar ist ein bischen ernsthafter rüber gekommen als er eigentlich sollte. Ich fands nur etwas komisch, dass hier über Harry Potter berichtet wird, weil es auf den ersten Blick ja mal so überhaupt nicht zum IYF passt. Ich hab selber sogar einige Harry Potter Bücher gelesen (Ich glaube, die ersten beiden damals) und einen Film gesehen (der mir so garnicht gefallen hat), von daher kann ich schon begründet sagen, dass das Ganze nicht so mein Ding ist. Es ist nun aber nicht so, dass ich irgendwen dafür verurteile, dass er Harry Potter mag, da gibts nun echt Schlimmeres....:)</p>

Bild des Benutzers Torben

Ich verstehe nicht ganz, warum der Film hier so hochgelobt wird. Die Umsetzung ist sehr schwach ausgefallen. Das Buch ist um Längen besser!!!

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