Punkrocker's Travel Guide: Boston und die DROPKICK MURHPYS
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Punkrocker's Travel Guide: Boston und die DROPKICK MURHPYS
In unserer neuen Serie "Punkrocker's Travel Guide" wollen wir euch zukünftig verschiedene Städte auf der ganzen Welt vorstellen - da wir aber keine Experten auf diesem Gebiet sind und das Budget vom In-Your-Face gerade mal für Kurztripps quer durch unser eigenes Heimatland reicht, lassen wir lieber die wahren Experten zu Wort kommen: Die einheimischen Bands!
Im ersten Teil dieser Serie widmen wir uns der Stadt Boston - unsere Touristenführer sind keine Geringeren als die DROPKICK MURPHYS!
Allgemeines
[img_assist|nid=21225|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=133]Es gibt kaum eine andere Stadt in den USA, in der sich eine größere Punkrock-Szene wiederfindet, als in der an der Ostküste liegenden Hauptstadt des Bundestaates Massachusetts mit insgesamt etwas mehr als 600.000 Einwohnern. Es ist natürlich von Boston die Rede, einer der ältesten und kulturell reichsten Städte in den vereinigten Staaten - neben allgemein anerkannten und angesehenen Institutionen (Harvard Universität, MIT) tummeln sich dort aber auch die im allgemeinen Weltbild etwas weniger angesehenen Vertreter der Punkkultur. Ein merkwürdiges Bild - zwei grundsätzlich verschiedene Welten prallen aufeinander und harmonieren offensichtlich doch gut nebeneinander. Anders ist es kaum zu erklären, dass diese Stadt so wichtig für eine ganze Musikrichtung (Boston-Hardcore) werden konnte und so viele Bands (DROPKICK MURPHYS, STREET DOGS, BANE, BLOOD FOR BLOOD, THE FREEZE, GANG GREEN, HAVE HEART uvm.) in ihr entstanden sind.
Nightlife in Boston
[img_assist|nid=21226|title=|desc=|link=node|align=left|width=200|height=156]Natürlich gibt es in einer Stadt wie Boston unzählige Bars, Clubs und Veranstaltungsräume, in denen man die Nacht zum Tag machen kann. Für die DROPKICK MURPHYS gibt es aber nur eine Antwort, auf die Frage, welcher Club davon der Wichtigste für sie ist: "The Rathskellar" (kurz "The Rat") in Kenmore Square. Leider existiert dieser Club nicht mehr und so bleibt an dieser Stelle nur eine kleine Anekdote von Drummer Matt Kelly: "Wir haben uns dort die Zähne ausgeschlagen und viele Gigs mit großartigen Punk- und OI-Bands gespielt. 1997 hat mein Kumpel Brian eine Show mit H2O, DROPKICK MURPHYS und GET HIGH (für die ich damals Schlagzeug spielte) organisiert. Nach unserem Set fragten mich die Jungs von den DROPKICK MURPHYS, ob ich nicht mal bei ihnen vorspielen wolle - seitdem bin ich der Drummer von meiner Lieblingsband aus Boston".
Bostons finest Record-Store
[img_assist|nid=21227|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=150]Der für die DROPKICK MURPHYS wichtigste Plattenladen in Boston ist "Looney Tunes" in Central Square (Cambridge). Dort findet man eine schier unermessliche Auswahl an Platten - darunter auch viele Alben von Bands, von denen die DROPKICK MURPHYS beinflusst wurden.
"Hier gibt es großartige Platten aus den verschiedensten Musikrichtungen - originalverschweiste Rolling Stones LPs findet man hier genauso wie Extreme Noise Terror Alben".
Gutgekleidet zu den Punkrock-Schwiegereltern
Der feine Punkrocker von Welt findet laut den DROPKICK MURPHYS den neuesten Chic im "Drinkwaters" auf der Massachusetts Avenue in Cambridge. Jeder Skinhead oder Punker, "der die Eltern seiner Freundin besuchen und einen guten Eindruck hinterlassen will" wird hier fündig. "Elegante Mode wie vom Schneider in einem einzigen Shop".
Hotel, Pension oder doch die günstige Variante unter der Brücke?
[img_assist|nid=21228|title=|desc=|link=node|align=left|width=200|height=149]Wenn es um's übernachten geht, möchte man als richtiger Punker natürlich nicht in einem 5-Sterne-Nobelschuppen einchecken, sondern bevorzugt die etwas rustikalere Variante. Das Buckminster Hotel in Kenmore Square ist laut den DROPKICK MURPHYS genau das richtige. Reisende Punks und Skinheads fühlen sich hier pudelwohl, weil es in der Nähe vom "House Of Blues", dem "Fenway Park" und dem "T" liegt und außerdem ein historisches und kostengünstiges Plätzchen darstellt.
Futtertrog oder Haute Cuisine?
Die Frage lässt sich nicht leicht beantworten - als Punker möchte man zwar nicht den letzten Schweinefrass vorgesetzt bekommen, aber sicherlich braucht es auch keinen Guide Michelin, um glücklich zu werden. Für den schnellen Hunger zwischendurch sollten da laut den DROPKICK MURPHYS die Hotdogs von Spike's Junkyard Dogs genau richtig sein. Empfehlungen aus dem Hause von Al Barr und Co.: The Texas Ranger, The Junkyard Dog, Chili Fries oder der Vegan Dog ("wenn ihr Pussies seid").
(Sub)Kulturelle Sehenswürdigkeiten
[img_assist|nid=21229|title=|desc=|link=node|align=right|width=200|height=134]Die Lieblingsbeschäftigung eines jeden Touries: Sightseeing! Doch im Gegensatz zu Otto-Normalverbraucher besucht ein Punkrocker natürlich nicht die Harvard Universität oder das Museum Of Fine Arts, sondern vielmehr Orte und Plätze, die ihn mit seiner Musikrichtung und seiner Lebenseinstellung verbinden. Zwei der wichtigsten Orte für die DROPKICK MURPHYS sind das "Boston Teaparty Ship" und der "Pit in Harvard Square (Cambridge)".
Das "Boston Teaparty Ship" ist der Ort, an dem "amerikanische Kolonisten den Tee der britischen Aristokraten als Symbol gegen die britische Kolonialpolitik über Bord warfen. Ein sehr wichtiger Teil der amerikanischen Geschichte und einer der Auslöser für die amerikanische Revolution. Ein gutes Beispiel dafür, dass man Dinge selber in die Hand nehmen sollte, anstatt irgendwelche Broschüren zu schreiben - oder, wie es heute üblich ist, ins Internet zu gehen und seine Freunde zu beschimpfen".
Ganz anders der "Pit in Harvard Square" - das ist "der Ort, an dem sich Punks und Skinheads zu jeder Zeit des Tages versammeln und treffen. Hier trifft man immer einen oder zehn Freunde und es gibt immer ein paar Verrückte oder schräge Vögel, die das ganze interessant machen".
Boston und die DROPKICK MURPHYS
Im letzten Teil unseres kleinen Reiseführers wollen wir speziell auf die Verbindung zwischen Boston und den DROPKICK MURPHYS eingehen. Auf die Frage, welches denn die beste Show für die Band in ihrer Heimatstadt gewesen ist, äußern sich die DROPKICK MURPHYS folgendermaßen: "Die Punk Olympics 1998 zusammen mit den U.S. BOMBS, THE TROUBLE, THE DUCKY BOYS, WORKING STIFFS, THE RANDUMBS, PINKERTON THUGS, NIBLICK HENBANE, HEIDNIK STEW und vielen weiteren mehr". Die Show fand natürlich, wie sollte es auch anders sein, im "The Rathskellar" statt und war deshalb für die DROPKICK MURPHYS etwas ganz besonderes, weil alles zusammen gepasst hat: "Schau dir die Bands an, die gespielt haben. Es war ein Klassiker! Außerdem sind wir gerade von einer ausgedehnten Tour nach Hause gekommen und es war so etwas wie eine Willkommensfeier für uns ... wenn man untertreiben wollte, könnte man den Abend als 'intensiv' bezeichnen".
Auf die Frage, wie viel Boston man im neuen Album "Going Out In Style" widerfindet, antwortet die Band folgendermaßen: "Vielleicht einfach nur die Mentalität und den Geist der Bostonier. Wir schauen dir in die Augen, werden Hallo sagen und kümmern uns einen Scheiss. Das Hauptthema ist hauptsächlich das Produkt familiärer Erfahrungen in unserem Leben und dem Leben unserer Vorfahren. Songs wie der Titeltrack beinhalten Bezugspunkte zum Bürgermeister der Stadt und zu Sportlegenden".
Abschließend möchten euch die DROPKICK MURPHYS noch viel Spaß in Boston wünschen und hoffen, dass ihre "half-assed answers" irgendeinen Sinn ergeben haben ...
Weiterführende Links
http://www.cityofboston.gov
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Rathskeller
http://drinkwaterscambridge.com
http://www.bostonhotelbuckminster.com
http://www.spikesjunkyarddogs.com
http://www.bostonteapartyship.com
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Kommentare
<p>"<em>da wir aber keine Experten auf diesem Gebiet sind und das Budget vom In-Your-Face gerade mal für Kurztripps quer durch unser eigenes Heimatland reicht</em>"</p><p>Darf ich das so verstehen, dass ich demnächst Benzingeld zurückbekomme, wenn ich auf Konzerte fahre? :D</p>