Nim-Vind



YOUTH BRIGADE, MISFITS und NIM VIND, was haben diese Bands alles gemeinsam? Genau: Sie bestehen alle aus Familienmitgliedern. Außerdem lässt sich ihre Musik durchaus vergleichen. NIM VINDs Punk klingt melodisch, düster, und ist reich mit Chören bestückt, genauso wie in den 50-er Jahren.

Das Punk Trio aus Kanada gehört bestimmt nicht zu den klassischen Vertretern des Horror-Punks. Schließlich verzichten sie komplett auf Effekthascherei, Verkleidungen und Make-up haben bei ihnen nichts zu suchen. Der Fokus liegt auf der Musik, auf  „The Stillness Illness“ sind es 15 Stücke und die bieten eine abwechslungsreiches Musikpalette.

Musik Fans erkennen sofort die verschiedenen Einflüsse, die von 50ies Pop und Surf Pop („Hadron Collider“), über Glam-Rock („The 21st Century“) bis hin zu Punkrock („Killing Saturday Night“) reichen. Auf der Scheibe herrschen bei NIM VIND Melodien und Chöre vor und nicht übertriebene Orgeleinlagen oder Bass triefende Gitarren.

Made ist das beste Beispiel für den erfolg der Band, ein Ohrwurm.  Alles klingt und rund und angenehm, ohne das die Songs den Biss verlieren. Darin liegt auch der einzige kritische Punkt der Musikauswahl, es fehlen die Ecken und Kanten des typischen Punkrocks. Eingefleischte Punk Fans werden sich nicht wohl fühlen mit den weichen und wohl geformten Liedern.

Auf jeden Fall ist NIM VIND ein gut strukturiertes Album gelungen, ohne auf die gängigen Punk Klischees zurück greifen zu müssen. Ein erfrischendes Album, das nicht nur eingefleischte Punk Fans überzeugen kann.

Bildrechte Artikelbild: „shee“ (CC BY 2.0) by Ted Van Pelt

 

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