mondgitarre

Die Chinesische Mondgitarre oder auch Ruan

Wissenswertes über die Chinesische Mond Gitarre

Die Chinesische Mond Gitarre, im chinesischen auch als „Ruan“ bezeichnet, besitzt eine mehr als 2000-jährige Tradition. Sie zählt zu den bekanntesten Saiten- und Zupfinstrumenten im größten asiatischen Land. Vorwiegend wird sie in klassischen chinesischen Orchestern eingesetzt – auch in der berühmten chinesischen Oper. Dort fungiert sie im Ensemble als wichtiger Begleiter im Zusammenspiel mit den vielfältigen landestypischen Instrumenten. Aber auch durch Solo Interpretationen ist sie in China äußerst beliebt. Der runde Korpus, der Steg, sowie die beiden Schalllöcher, die rechts und links auf dem Korpus angeordnet sind, ergeben in ihrer Gesamtheit tatsächlich das Aussehen des Mondes.

Merkmale der Chinesischen Mond Gitarre

Das ursprünglichste chinesische Musikinstrument besitzt einen kreisrunden Korpus, 19 bis 24 Bünde in Halbtonschritten und besteht aus vier Saiten, einem Wirbelkasten und einem langen Hals. An dessen beiden Seiten befinden sich vier Wirbel. Den Wirbelkasten verzieren vielfach chinesische Schnitzereien mit Drachenmotiven oder Glückssymbolen.

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Durch die Veränderung der Anzahl der Bünde (vormals 13), wurde das Tonrepertoire im Umfang deutlich erweitert. In der heutigen Zeit werden Stahlsaiten verwendet. In der langen Historie der Chinesischen Mond Gitarre bestanden sie Saiten aus Seide. Die Herstellung erfolgt in fünf unterschiedlichen stimmlichen Kategorien:

  • Sopran     Hochton Variante
  • Alt         Kleine Ruan
  • Tenor     Mittlere Ruan
  • Bass         Große Ruan
  • Kontrabass Tiefton Ruan

Insbesondere die häufig verwandte Alt Ruan überzeugt durch variantenreiche Rhythmen, die die Besonderheiten der Melodie unterstreicht und punktet mit einer weichen und sanften Klangfarbe. Die große Ruan übernimmt dabei die Aufgabe eines Cellos in einem herkömmlichen Symphonie Orchester. Sie ist zum Beispiel bestens für lyrische Stücke geeignet. Die Sopran Gitarre besitzt einen klaren und hellen Klang und spielt im Ensemble zumeist die Hauptmelodien.

Die Ruan kann, wie auch bei herkömmlichen Gitarren, mit einem Plektrum gespielt werden. Alternativ werden zwei oder fünf Acrylnägel mit Klebeband an den Fingern befestigt, um die Chinesische Mond Gitarre mit einer besonderen Fingertechnik zu bespielen.

Die kleine Schwester Yueqin

Die Yueqin ist die kleine Schwester der Ruan und zählt ebenso zur Kategorie Chinesische Mond Gitarre. Ihr Name resultiert aus dem kreisrunden, abgeflachten Korpus der viersaitigen Kurzhalsgitarre. Der Durchmesser beträgt rund 35 Zentimeter, während die Gesamtlänge über 60 cm erstreckt. Schalllöcher sind nicht eingelassen. Acht bis zwölf Bünde aus Bambus sind aufgeklebt und reichen von der Korpusdecke bis hin zum Griffbrett. Diese Chinesische Mond Gitarre zählt zu den elementaren chinesischen Musikinstrumenten mit langer Tradition und wird vor allem in der Klassik verwandt. Die Saiten aus Stahl werden, im Gegensatz zur größeren Schwester, gezupft. Ihre Klangfarben sind weich und sanft.